Mainz schägt Freiburg 3:0 : Wer lässt hier wen hinter sich?

Im Duell der Aufsteiger gewinnt der FSV Mainz 3:0 gegen den SC Freiburg und bleibt zu Hause ungeschlagen.

Jürgen Heide[Mainz]

Mainz - Erst wenn sein Team den Klassenerhalt geschafft habe, werde er sich von den Mainzer Anhängern auf dem Zaun vor dem Fanblock feiern lassen, hatte Thomas Tuchel noch vor einigen Wochen gesagt, nachdem sein Team Bayern München mit 2:1 geschlagen hatte. Gestern wurde der Mainzer Trainer seinem Vorsatz nach dem 3:0 (1:0)-Heimsieg gegen den SC Freiburg untreu. Nachdem die Fans zunächst Torwart Heinz Müller, Kapitän Tim Hoogland sowie Rückkehrer Chadli Amri und schließlich die gesamte Mannschaft zum gemeinsamen Jubel auf den Zaun beordert hatten, gab auch der 36 Jahre alte Coach ihrem Wunsch nach und kletterte auf das Absperrgitter. „Ich hätte es als unhöflich empfunden, wenn ich das nicht gemacht hätte, nachdem die ganze Mannschaft schon dort stand“, sagte Tuchel und empfand die Sympathiebekundungen als „Auszeichnung für mich“.

Tuchel darf sich auch darüber freuen, dass die Mainzer nach dem vierten Sieg am Bruchweg mit 13 Zählern nunmehr das beste Heimteam der Liga sind, nachdem vor 20 150 Zuschauern Andreas Ivanschitz und zweimal Hoogland für die Gastgeber getroffen hatten. So schickten die Mainzer nun auch den Mitaufsteiger aus Freiburg mit einer Niederlage nach Hause, nachdem sie München, Hertha BSC und Hoffenheim jeweils 2:1 besiegt hatten und allein gegen Leverkusen (2:2) nicht hatten gewinnen können.

Dabei hatten die Gäste mit sechs Möglichkeiten sogar eine Torchance mehr als der FSV, der erneut in puncto Effektivität glänzte. Freiburgs Trainer Robin Dutt sah darin die Entscheidung für den seiner Meinung nach „verdienten Sieg“ der Gastgeber. „Wir brauchen nicht viele Chancen, um Tore zu machen, weil wir die Geilheit vor dem Tor haben“, sagte der österreichische Spielmacher Andreas Ivanschitz zum einfachen Erfolgsrezept des Tabellensiebten. Dass dessen Fans nun sogar von Europa-League-Spielen träumen, nahm Tuchel schmunzelnd zur Kenntnis. „Wir haben heute eindrucksvoll gezeigt, dass wir noch mehr Tugenden als Leidenschaft und Aggressivität als Gründe für unsere Heimserie abrufen können“, sagte der zufriedene Mainzer Trainer, der sich auch über das geglückte Comeback von Wirbelwind Amri freuen konnte, der Leistungsträger André Schürrle (Adduktorenverhärtung) gut ersetzte.Jürgen Heide

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