Sport : Mainz wacht auf und frustriert Gladbach

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Mönchengladbach - Jupp Heynckes suchte verzweifelt nach Erklärungen und nur kurze Zeit später frustriert das Weite. Der späte Ausgleichstreffer des FSV Mainz zum 1:1 (1:0) machte dem Trainer von Borussia Mönchengladbach sichtlich zu schaffen. Noch während FSV-Coach Jürgen Klopp redselig von Mikrofon zu Mikrofon eilte, zog sich dessen Kollege wortkarg zurück. „Der eine oder andere ist dem Druck, so ein Spiel gewinnen zu müssen, offenbar nicht gewachsen“, sagte Heynckes nach dem Kellerduell.

Nach neun Spielen ohne Sieg verlieh selbst die frühe Führung durch ein Eigentor des Mainzers Christian Demirtas kein Selbstvertrauen. „Vielleicht hatten wir Angst vor dem Sieg“, sagte Abwehrspieler Bo Svensson. Mit dem Ausgleichstreffer von Ranisav Jonanovic in der letzten Minute erlosch die Hoffnung auf eine Trendwende. Dennoch hält sich die Kritik an der Arbeit von Heynckes bisher in Grenzen. „Wir führen intern keine Trainerdiskussion“, versicherte Sportdirektor Peter Pander, äußerte aber Verständnis für die Pfiffe der Fans. „Unser Spiel in der zweiten Halbzeit ist zusammengestürzt wie ein Kartenhaus.“

Die Mainzer dagegen erwachten nach einer lauten Kabinenpredigt von Klopp zu neuem Leben. Nach über 500 Minuten ohne Mainzer Torerfolg brachte das späte 1:1 große Erleichterung. Auch wenn es zum 15. Mal in Folge nicht zu einem Erfolg reichte, befand Jürgen Klopp: „So wie das Spiel gelaufen ist, war es für uns ein gefühlter Sieg.“ dpa

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