Sport : Makaay, wer sonst?

Der FC Bayern müht sich in Tel Aviv zu einem 1:0

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Tel Aviv – Am Ende zuckten die wenigen mitgereisten Fans des FC Bayern mit den Schultern. Wer sonst hätte wohl das entscheidende Tor schießen können, wer anders als Roy Makaay. Einmal mehr war es der holländische Stürmer in Diensten der Münchner, der sich als absolut zuverlässig erwies und in der 64. Minute per Foulelfmeter den Siegtreffer zum schmeichelhaften 1:0 (0:0) bei Maccabi Tel Aviv erzielte. Damit beendete er im ersten Europapokalspiel des deutschen Rekordmeisters unter Trainer Felix Magath zugleich eine negative Serie: Seit dem 5. Dezember 2001 hatte der viermalige LandesmeisterChampion in zehn Spielen auf des Gegners Platz nicht mehr gewinnen können.

Vor nur 20 000 Zuschauern, die zu Beginn des jüdischen Neujahrsfestes am Rosch Haschana den Weg ins Nationalstadion fanden, enttäuschten die Bayern über weite Strecken der Partie. Dem Heimspiel am 28. September gegen Ajax Amsterdam kann der FC Bayern nun aber etwas gelassener entgegen sehen. Als nach wochenlangen Diskussionen über eine mögliche Verlegung der Partie und Fragen der Sicherheit das erste Pflichtspiel des FC Bayern gegen ein israelisches Team angepfiffen war, orientierte sich der deutsche Rekordmeister sofort nach vorn. Doch die Mannschaft, in der Hasan Salihamidzic und Owen Hargreaves überraschend den Vorzug vor den Jung-Nationalspielern Andreas Görlitz und Bastian Schweinsteiger erhielten, tat sich gegen die dicht gestaffelte Abwehr der ganz auf Defensive eingestellten Gastgeber sehr schwer. Die erste Chance der Begegnung hätte durch Tamir Cohens Kopfball (23.) sogar fast zur Führung des israelischen Vizemeisters geführt. Der Ball strich jedoch um Zentimeter am Gehäuse von Bayern-Torwart Oliver Kahn vorbei.

Die Münchner blieben zwar auch in der Folge überlegen, es mangelte jedoch an Ideen und Tempo im Aufbauspiel. Das lag auch daran, dass Moshe Mishaelof Nationalspieler Michael Ballack wirkungsvoll beschattete. „Das ist langweilig, was wir hier bisher abgeliefert haben. Wir müssen mehr machen und die drei wichtigen Punkte holen“, forderte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge schon zur Pause.

Immerhin, das schaffte sein Team, wenn auch ohne Glanz und mit wenig Leidenschaft. Tsp/dpa

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