Sport : Malerische Angst

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Michael Skibbe hat aus seinen Fehlern gelernt. Im vorigen Jahr, bei der WM in Japan, hat er das Gastland mit der Aussage brüskiert, seinen Urlaub werde er dort wohl nicht verbringen. Gestern hat der Trainer der deutschen FußballNationalmannschaft sein nächstes Reiseziel mit schönen Worten gepriesen. „Die malerische Landschaft auf den Färöer hat mir außerordentlich gut gefallen.“ Als Lustreise werden die Nationalspieler den heutigen Flug in den Norden trotzdem nicht empfinden. „Wir wissen alle, wie gefährlich dieses Spiel ist", sagt Skibbe.

Im Hinspiel siegten die Deutschen 2:1, und selbst das war glücklich, weil der Ball in der Schlussminute an den Pfosten des Tores von Oliver Kahn flog. „Als Deutschland kannst du gegen die Färöer nur verlieren", sagt Kahn. Ein hoher Sieg ist der Normalfall, ein knapper Sieg eine Blamage, und alles andere will sich in Deutschland lieber niemand vorstellen. 50 000 Menschen leben auf den Färöer – so viele wie in Elmshorn. Aber: „Warum sollen unter 50 000 Menschen nicht elf gute Fußballer sein?", fragt Teamchef Rudi Völler. Einen erfolgreichen Trainer haben sie jedenfalls. Henrik Larsen ist 1992 mit Dänemark Europameister geworden. Finalgegner war … Deutschland! sth

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