Sport : „Man muss immer dran glauben“ Effenberg über den Erfolg des VfL

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Stefan Effenberg, Sie haben noch nie ein Bundesligaspiel gegen Hertha BSC verloren. Haben Sie beim Stand von 0:2 mal daran gedacht, dass Ihre Serie heute reißen könnte?

Da habe ich sogar dran denken müssen, als es kurz vor Schluss 1:2 stand. Aber man muss eigentlich immer daran glauben, dass man gewisse Dinge noch rumreißt.

Kurz vor Schluss hatte Roberto Pinto frei vor dem Tor die Chance, das 3:1 für Hertha zu erzielen. War das der Moment, in dem Sie geahnt haben: Wir packen das noch?

Bevor der Pinto das 3:1 hätte machen müssen, hätten wir ja schon zweimal das 2:2 machen müssen. So darf man das nicht sehen! Das Spiel geht 2:2 aus. Und wenn der Pinto das Tor nicht trifft, dann ist es nun mal so.

Haben Sie sich ein bisschen erinnert gefühlt an das Spiel mit Mönchengladbach hier im Olympiastadion vor fünf Jahren: Da haben Sie mit einem Freistoß in der letzten Minute das 2:2 erzielt – ebenfalls nach 0:2Rückstand?

Nee, das ist so lange her.

Ihr Trainer Wolfgang Wolf hat gesagt, die Mannschaft habe Charakter gezeigt.

Das stimmt. Wir haben völlig verdient einen Punkt mitgenommen. Wir haben in der ersten Halbzeit schon gut gespielt, kontrolliert gespielt, allerdings ohne den zwingenden Druck nach vorne. In der zweiten Hälfte haben wir den Druck dann erhöht, haben uns viele klare Chancen erspielt – und jetzt gehen wir mit einem Punkt nach Hause. Das ist psychologisch sehr, sehr wichtig für uns.

War das nun das Ende der Wolfsburger Auswärtsschwäche?

Genau. So schaut’s aus.

Die Fragen stellte Stefan Hermanns.

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