• „Man sollte auf die kleineren Teams achten“ Lothar Matthäus über seine Rolle als Glücksfee

Sport : „Man sollte auf die kleineren Teams achten“ Lothar Matthäus über seine Rolle als Glücksfee

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Herr Matthäus, Sie werden am Freitagabend in Leipzig einer der Fußballstars sein, die die Vorrundengruppen der Fußball-WM 2006 auslosen. Sind Sie schon aufgeregt?

Noch nicht. Wir haben viel geprobt, darum bin ich mir sicher, dass wir eine perfekte Auslosung erleben werden. Es ehrt mich, neben so wunderbaren Fußballern wie Pelé und Johan Cruyff die Lose ziehen zu dürfen.

Was müssen Sie genau tun?

Ich werde die Mannschaften aus dem vierten Topf ziehen und den Gruppen zuordnen. Ich bin also für die Teams aus Asien und aus Nord- und Mittelamerika zuständig. Es könnte sein, dass ich den Deutschen beispielsweise die USA oder Südkorea zulose. Das wären keine leichten Aufgaben.

Welche Gegner wünschen Sie der Mannschaft von Jürgen Klinsmann?

Ich warne davor, immer nur auf die Europäer zu schauen. In deren Lostopf sind ausschließlich Topteams versammelt, damit haben wir Deutschen schon mal einen schweren Gegner. Ich denke, man sollte auf die angeblich kleineren Teams achten. Länder wie die Elfenbeinküste darf man nicht unterschätzen.

Welches Eröffnungsspiel wünschen Sie sich?

Möglichst ein schweres. Ein Auftaktspiel der Deutschen am 9. Juni in München gegen Holland wäre sicherlich aufregend, da würde unser Team gleich konzentriert ins Turnier gehen. Wir haben bei der WM 1990 gegen den Geheimfavoriten Jugoslawien starten müssen, das haben wir 4:1 gewonnen und sind am Ende Weltmeister geworden.

Und wer soll die beiden Tore schießen, die Sie im Spiel gegen die Jugoslawen erzielt haben?

Wir haben genügend talentierte Spieler wie Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger. Denen traue ich das zu.

Herr Matthäus, wie wichtig ist eine Auslosung eigentlich? Können Sie sich noch an die Auslosung der WM 1990 erinnern?

Nein, das habe ich alles vergessen. Am Ende zählt doch sowieso weniger, gegen welches Land man spielt. Wie wichtiger ist doch, wie gut man sich vorbereitet hat.Aufgezeichnet von Robert Ide.

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