Manchester in Bayern-Manier : Die Rache des Kaisers

Ob der Fußballkaiser sich das zum Geburtstag gewünscht hat? Am 65. Jahrestag des Ehrenpräsidenten des FC Bayern verspielte Manchester United in Bayern-Manier gegen den FC Everton in der Nachspielzeit noch eine 3:1 Führung zum 3:3-Endstand.

So wie einst die Bayern: Manchester United erlebt ein "blaues Wunder", als Mikel Arteta (Mitte, 10) in der zweiten Minute der Nachspielzeit den 3:3-Ausgleich für Everton erzielt.
So wie einst die Bayern: Manchester United erlebt ein "blaues Wunder", als Mikel Arteta (Mitte, 10) in der zweiten Minute der...Foto: AFP

Ohne Stürmerstar Wayne Rooney hat der englische Spitzenclub Manchester United beim FC Everton nur ein Remis geschafft. Die „Red Devils“ trennten sich am Samstag von den heimstarken "Toffees" nur 3:3 untentschieden, nachdem sie bis zur 90. Minute noch 3:1 geführt hatten.

Aus Furcht vor Beleidigungen durch Everton-Fans hatte United-Trainer Sir Alex Ferguson seinen Stürmer Wayne Rooney für die Partie gegen dessen Ex-Club aus dem Aufgebot gestrichen. „Wir werden ihn nicht den Beschimpfungen aussetzen, die ihn hier erwarten“, sagte Ferguson. Der 24 Jahre alte Angreifer werde aber am Dienstag in der Champions- League-Partie gegen Celtic Glasgow wieder spielen, kündigte Ferguson an. Doch statt eines Spießrutenlaufs für Rooney endete das Duell mit einem Hauch von Barcelona 1999.

In einer hart umkämpften Partie in Evertons Goodison-Park gelang den Gastgebern durch Steven Pienaar die Führung (39. Minute), die Manchesters Darren Flechter aber umgehend ausglich (43.). Gleich nach der Pause war United-Verteidiger Nemanja Vidic zur Stelle (47.), der frühere Leverkusener Dimitar Berbatow schien das Match nach einer guten Stunde (66.) entschieden zu haben. Doch als sich ManU schon wie einst die Bayern als sicherer Sieger sah, trafen Tim Cahill (90.+1) und Mikel Arteta (90.+2) in der Nachspielzeit und sorgten so am Jubiläumstag von Kaiser Franz für einen kleinen Trost für alle Bayern-Anhänger, die immer noch der 1:2-Niederlage im Champions-League-Finale 1999 in Barcelona nachtrauern. (Tsp/dpa)

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