Sport : Manchester United verliert bei Arsenal in der Nachspielzeit

-

London - Die Nachspielzeit lief schon. Aber zufrieden gab sich der FC Arsenal mit dem bis dahin erreichten 1:1 nicht. Klar, der Gegner, Manchester United, steht nun mal da, wo Arsenal auch gerne wäre: an der Spitze der Premier League. Da war die Gelegenheit günstig, den Punkteabstand zum Führenden etwas abzubauen. Das Vorhaben gelang. Ein Kopfball von Thierry Henry in der dritten Minute der Nachspielzeit ließ die „Gunners“ doch noch jubeln. 2:1 (0:0) gewannen sie das Spiel, liegen aber als Vierter weiter zwölf Punkte hinter Manchester United.

ManU war im Londoner Emirates-Stadion durch einen schönen Kopfballtreffer von Wayne Rooney nach der Pause in Führung gegangen. Es hätte für den FC Arsenal noch schlimmer kommen können, wenn nicht der deutsche Nationaltorhüter Jens Lehmann zweimal glänzend pariert hätte. Doch in der Schlussphase drehte Arsenal noch einmal auf. Sechs Minuten vor Schluss schaffte Robin van Persie den Ausgleich. Und dann kam die Nachspielzeit.

Vielleicht war Manchester United auch nicht so konzentriert wie sonst. Der ärgste Verfolger, der FC Chelsea, hatte nämlich einen Tag zuvor beim FC Liverpool gepatzt. Doch trotz des 0:2 für Michael Ballack & Co. erhielt Chelseas Trainer José Mourinho von Roman Abramowitsch volle Rückendeckung. „Der Klubbesitzer und wir stehen fest hinter dem Trainer“, betonte Geschäftsführer Peter Kenyon im BBC Radio gestern. Und fügte noch hinzu: „Wir haben ihm einen Vertrag bis 2010 gegeben und wünschen, dass er mit uns die langfristigen Ziele bei Chelsea erreicht.“

Der nach zuletzt dürftigen Ergebnissen in die Kritik geratene Mourinho hatte nach dem jüngsten Rückschlag seine Forderung nach Verstärkungen für die Mannschaft bis zum Ende der Transferperiode am 31. Januar erneuert. „Ich habe schon Ende Dezember gesagt, dass wir zwei Spieler brauchen. Wir benötigen einen Innenverteidiger und einen Angreifer. Aber ich darf nicht das machen, was ich möchte. Ich bin nur der Trainer, nicht der Klubbesitzer“, klagte der Portugiese.

Im Stadion an der Anfield Road kam auch Michael Ballack erneut nicht über die Rolle eines Mitläufers hinaus. Der Kapitän der deutschen Nationalelf machte sich gar zum Gespött der Zuschauer, als ihm Mitte der zweiten Halbzeit ein Freistoßzuspiel von Didier Drogba aus wenigen Metern durch die Beine rollte. Ballack entschuldigte sich später dafür. Er habe im Moment des Passes gar nicht auf den Ball geachtet, sondern zum Schiedsrichter geschaut. Die Sympathie der englischen Fans bringt ihm derlei Unaufmerksamkeit garantiert nicht ein. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar