Manipulations-Affäre im Handball : IHF lässt Asien-Qualifikation wiederholen

Der Internationale Handball-Weltverband hat auf das Skandalspiel Südkorea gegen Kuweit reagiert. Die IHF ordnete die Wiederholung des kompletten Olympia-Qualifikationsturniers für Asien an.

Hassan Mustafa
IHF-Präsident Hassan Mustafa. -Foto: AFP

BaselIn der Affäre um Manipulationsvorwürfe bei der asiatischen Olympia-Qualifikation hat der Internationale Handball- Weltverband (IHF) für ein Novum gesorgt. Er lässt die Asien-Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 in Peking wiederholen. Die beiden Turniere, die dieses Mal von der IHF organisiert werden, müssen vor Ende Januar beginnen. Genauere Einzelheiten will der Weltverband in den nächsten Tagen bekanntgeben.

"Lösung für den Handball gefunden"

"Wir haben eine Lösung für den Handballsport gefunden", sagte IHF-Präsident Hassan Moustafa. Bei der Männer-Qualifikation in Japan hatte der haushohe Favorit Südkorea das entscheidende Spiel gegen Kuwait völlig überraschend 20:28 verloren und damit die Olympia-Teilnahme verpasst. Fernsehaufzeichnungen jedoch belegten zahlreiche fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen durch die kurzfristig angesetzten Jordanier Alshobali/Hirzallach.

Vor dem Spiel hatte der von einem Kuwaiti angeführte asiatische Handballverband AHF als Ausrichter dafür gesorgt, dass nicht, wie von der IHF vorgesehen, die deutschen Topschiedsrichter Frank Lemme und Bernd Ullrich aus Magdeburg die Partie leiteten. "Ich habe diese Schmach in der Halle miterlebt. Ich habe noch nichts Schlimmeres gesehen. Das war beschämend", sagte Lemme damals zu den Vorfällen.

Manipulationsverdacht auch bei Frauen

Auch bei der Frauen-Qualifikation in Almaty soll es zu Ungereimtheiten gekommen sein. Dort hatte sich ebenfalls unerwartet Gastgeber Kasachstan und nicht der favorisierte Olympiazweite Südkorea durchgesetzt. (mbo/sid)

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