Sport : Maradona denkt an Aufgabe Unruhe vor Entscheidung in der WM-Qualifikation

Buenos Aires - Diego Armando Maradona denkt angesichts der gefährdeten Teilnahme Argentiniens an der Fußball- WM 2010 und nach heftiger Kritik an seinen Trainerfähigkeiten offensichtlich schon ans Aufgeben. Der Chef-Coach äußerte sich sehr verärgert, dass der Nationalspieler Pablo Zabaleta noch für seinen Vertragsverein Manchester City gespielt und sich dabei verletzt hatte. „Wir haben zwei schwere Qualifikationsspiele für die WM vor uns. Das tut sehr weh“, sagte der Weltmeister von 1986. So könne es nicht weitergehen. „Nach der Klassifikation werden wir darüber sprechen, ob ich zu meinen Bedingungen weitermache“, sagte er.

Maradonas Wut richtete sich offensichtlich gegen Kotrainer Carlos Bilardo, der den Einsatz von Zabaleta bei Manchester nicht verhindert hatte. Zudem traf Carlos Tevez, der ebenfalls noch für Manchester gespielt hatte, erst sehr spät am Montag in Buenos Aires ein. Das Verhältnis zwischen Maradona und Bilardo gilt seit längerem als gestört. „Als mir Julio Grondona den Trainerposten anbot, war ich der glücklichste Typ der Welt, aber danach sind Dinge vorgefallen, die mir gar nicht gefallen“, fügte der 48-Jährige hinzu.

Kommenden Samstag trifft Argentinien zunächst in Buenos Aires auf Peru. Am darauffolgenden Dienstag (13. Oktober) steht dann die Partie in Montevideo gegen Angstgegner Uruguay an. Maradona hat insgesamt neun Spieler einheimischer Klubs für diese Spiele berufen. Bisher belegen die Argentinier nur den zur Relegation berechtigenden fünften Rang in der Südamerikagruppe. Lediglich mit einem Zähler weniger lauert Uruguay auf einen Ausrutscher des prominenten Rivalen, der 2010 eigentlich den Angriff auf seinen dritten WM-Titel starten will. dpa

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