Marathon in Dubai : Gebreselassie will Berliner Weltrekord übertreffen

Der schnellste Mann der Marathon-Welt ist Haile Gebrselassie schon. Am Freitag will er seinen Weltrekord von 2008 aus Berlin aber noch weiter steigern - am Persischen Golf.

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Dubai Marathon - Haile Gebrselassie
Wüstensöhne. Haile Gebrselassie und Ahmad Al Kamali, der Generalsekretär des Leichtathletikverbandes der vereinigten Arabischen...Foto: dpa

Die flachste Marathonstrecke der Welt will Haile Gebrselassie am Freitag in Dubai nutzen, um jenen Weltrekord anzugreifen, den er selbst 2008 in Berlin aufgestellt hat. Damals kam der inzwischen 36-jährige Äthiopier in 2:03:59 Stunden ins Ziel. „Ich traue mir zumindest eine Zeit von 2:03:30 Stunden zu, aber ich kann nichts versprechen“, sagte Gebrselassie am Mittwoch in Dubai.

Zuversichtlich, aber zugleich auch zurückhaltend präsentierte sich der Äthiopier, der in seiner Karriere bisher 27 Weltbestzeiten aufgestellt hat. „Ich bin gut vorbereitet, aber es sind 42 Kilometer zu rennen. Da kann viel passieren“, sagte Gebrselassie. Das gilt auch für die superflache Rennstrecke von Dubai, wo die maximalen Höhenunterschiede nur wenige Meter betragen. Gebrselassie ist schon zweimal in den Vereinigten Arabischen Emiraten bei seiner Weltrekordjagd gescheitert: 2008 gingen ihm nach einem zu schnellen Anfangstempo die Kräfte aus, 2009 gewann er zwar erneut, wurde aber von starken Regenfällen gebremst.

In den vergangenen Jahren haben die Veranstalter um den aus Irland stammenden Renndirektor Peter Connerton die Strecke immer weiter optimiert. Der Kurs hat nur noch zwei Wenden, drei Ecken und vier schräge Kurven. Ansonsten geht es nur geradeaus. „In Dubai ist alles perfekt organisiert“, sagt Haile Gebrselassie, der für einen Start in den Emiraten sogar auf die prestigeträchtigen Frühjahrs-Marathonrennen von London oder Boston verzichtet. Das liegt allerdings auch am Geld, das es in Dubai zu verdienen gibt. 250 000 Dollar beträgt alleine die Siegprämie – das ist deutlich mehr als in London und Boston zusammen. Bricht Haile Gebrselassie tatsächlich im dritten Anlauf den Weltrekord, erhält er zusätzlich eine Million Dollar.

Die Finanzkrise hat den Dubai-Marathon nicht getroffen. Inzwischen entstanden auch in zwei anderen Emiraten, Ras Al Khaimah und Abu Dhabi, hochkarätige Halbmarathonläufe, die ebenfalls in der Wintersaison stattfinden.

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