Marathon : Touristisch durch Mitte

Die Marathon-Stadt Berlin wacht am Samstag auf. Im Gegensatz zum Berlin-Marathon, der durch die halbe Stadt führt, präsentiert sich Berlin diesmal aber kompakter. Der Kurs ist eher ein touristischer Rundkurs durch Mitte, den die Läufer vier Mal bewältigen müssen, mit Start und Ziel am Brandenburger Tor.

Friedhard Teuffel
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Nun laufen sie wieder. Berlin ist marathon-erprobt. Der Kurs ist diesmal eher ein touristischer Rundkurs durch Mitte, mit Start...Foto: ddp

Es ist nicht schwer vorherzusagen, dass der Marathon der Männer eine afrikanische Meisterschaft mit internationalen Gästen sein wird. Zu den Favoriten gehören die beiden Äthioper Tsegay Kebede und Deriba Merga, Dritter und Vierter bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, der Kenianer Abel Kirui, der in diesem Jahr in Rotterdam 2:05:04 Stunden lief und die beiden Marokkaner Abderrahim Goumri mit einer Bestzeit von 2:05:30 und Jaouad Gharib mit einer Bestzeit von 2:05:27.

Einer fehlt: Der Äthiopier Haile Gebrselassie hatte sich entschieden, lieber den Berlin-Marathon am 20. September zu laufen, Weltmeistertitel hat er schon genug, er will noch einmal für eine gute Gage und einen Weltrekordversuch laufen. Die deutschen Läufer kämpfen um persönliche Bestleistungen und ein gutes Mannschaftsergebnis.

Für dieses Marathon-Wochenende hat sich das Organisationskomitee der Weltmeisterschaften Unterstützung vom SC Charlottenburg geholt, der auch den Berlin-Marathon veranstaltet. Sie haben ihre Helfer zusammengeführt, „Physiotherapeuten und medizinisches Personal eingerechnet werden bis zu 1000 Helfer an der Strecke sein“, sagt Rüdiger Otto, Geschäftsführer der SCC Running GmbH. Am Nachmittag findet noch ein Jedermannlauf auf der Weltmeisterschaftsstrecke statt, der Champions Run, „vielleicht kommen wir dabei auf 8000 Teilnehmer“, sagt Rüdiger Otto.

Für den Marathon der Frauen am Sonntagmittag haben einige prominente Läuferinnen abgesagt, zuletzt die Weltrekordhalterin Paula Radcliffe aus Großbritannien. Eine Teilnehmerin vermisst Otto jedoch besonders, Irina Mikitenko. Sie hatte beim vergangenen Berlin-Marathon neuen deutschen Rekord aufgestellt mit 2:19:19 Stunden. Auf das WM-Rennen verzichtete sie kurzfristig, weil ihr Vater vor wenigen Wochen starb.

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