Sport : Marcel Hacker imponiert im Einer

Die Flotte des Deutschen Ruderverbandes (DRV) ist verheißungsvoll in die Weltmeisterschaften gestartet. Zum Auftakt der Titelkämpfe im kanadischen St. Catharines gab sich die DRV-Elite keine Blöße und zog in fünf von sieben Vorläufen der olympischen Bootsklassen direkt in die Halbfinals ein. Zu der erfreulichen deutschen Bilanz auf dem Henley Rowing Course trugen die beiden Einer bei. Sowohl Marcel Hacker als auch Katrin Rutschow beherrschten ihre Rennen nach Belieben und ersparten sich damit den Umweg über den Hoffnungslauf.

Vor allem der unbekümmerte Hacker ließ in seiner ersten Skiff-Saison erneut vielversprechende Ansätze erkennen. Scheinbar mühelos verwies er Hrvoje Telisman (Kroatien) und Per Andersson (Schweden) mit drei Bootslängen Vorsprung auf die Plätze. "Wer ins Finale will, muss seinen Vorlauf gewinnen. Die großen Gegner kommen erst noch", meinte der 22-jährige deutsche Einer-Meister, der mit Rang sechs bei der WM-Generalprobe vor sechs Wochen auf dem Luzerner Rotsee erstmals in den Kreis der Weltspitze vorgestoßen war.

Nicht minder souverän zog Katrin Rutschow ins Einer-Halbfinale ein. Die Vize-Weltmeisterin von Köln kam sieben Sekunden vor der Rumänin Marioara Popescu und der Britin Alison Mowbray ins Ziel. "Ich bin kräftiger als im letzten Jahr. Jetzt muss ich das nur noch umsetzen", sagte die 24 Jahre alte Berlinerin voller Hoffnung auf einen ähnlich starken Auftritt am Donnerstag.

Für die aus DRV-Sicht einzige Enttäuschung sorgte der ungesteuerte Zweier mit Robert Sens (München) und Detlef Kirchhoff (Berlin). Die durch Verletzungen gehandicapten Weltmeister kamen nicht über einen zweiten Vorlaufplatz hinter Kroatien hinaus und müssen nun am Dienstag erneut ihre Halbfinal-Chance suchen. Der insgesamt positive DRV-Auftritt wurde durch die Siege im Frauen-Doppelzweier und Männer- Doppelvierer sowie durch den dritten Platz im Frauen-Zweier ohne Steuerfrau abgerundet.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben