Sport : Marco Bode im Gespräch: Das Thema Berlin ist erledigt

Herr Bode[würden Sie gern mal in der Champio]

Marco Bode (31) ist Fußball-Nationalspieler und hat beim Bundesligisten Werder Bremen gerade seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Zuvor war er zum wiederholten Male als Verstärkung bei Hertha BSC im Gespräch. Ob der leicht angeschlagene Offensivspieler gegen Hertha eingesetzt werden kann, wird sich erst heute entscheiden.

Herr Bode, würden Sie gern mal in der Champions League spielen?

Natürlich, warum fragen Sie?

Dann sind Sie ja wohl beim falschen Verein.

Wenn wir Hertha am Sonnabend schlagen, haben wir wieder Anschluss an die Spitzenklubs.

Von der Champions League wären Sie dann aber immer noch ein gutes Stück entfernt.

Sicher, unser Ziel ist erst einmal ein Platz im Uefa-Pokal. Aber die Champions League haben wir noch nicht abgeschrieben.

Bei Hertha hätten Sie es sicherlich einfacher gehabt.

Das mag sein. Ich war ja auch diesmal wieder bei Hertha im Gespräch, Berlin ist auch eine sehr interessante Stadt, der Verein auch top, aber ich habe mich nun mal anders entschieden.

Haben Sie so lange mit Ihrer Entscheidung, beim SV Werder zu verlängern, gewartet, weil Sie pokern wollten?

Nein, wenn es mir nur ums Geld gegangen wäre, hätte ich bei Hertha unterschrieben.

Weil Sie in Berlin mehr verdient hätten?

Davon darf man ausgehen. Bei den Gesprächen mit Hertha waren wir aber noch nicht so weit, dass wir über Geld gesprochen haben. Im Übrigen habe ich den Hertha-Verantwortlichen schon früh gesagt, dass ihre Chancen nicht gut stehen.

Was hat denn letztlich den Ausschlag gegeben?

Meine Freundin und ich haben im Februar eine Tochter bekommen. Ein Umzug nach Berlin wäre mit einigen Problemen verbunden gewesen. Das wollten wir uns lieber ersparen.

Dann dürfen wir Sie vielleicht in der Saison 2002/2003 bei Hertha begrüßen?

Nein, das Thema ist nun erledigt. Ich werde nach 2003, nach dann 14 Jahren Bundesliga, im Übrigen immer beim selben Verein, nicht mehr in Deutschland spielen.

Um ins Ausland zu gehen?

Damit liebäugle ich ja schon seit langem. Es kann aber auch sein, dass ich mit dann 33 Jahren eine Zäsur in meinem Leben mache und ganz mit dem Fußballspielen aufhöre. Die Weltmeisterschaft 2002 ist in der Nationalmannschaft ohnehin meine letzte Station.

Dann können Sie sich ja mehr auf Ihr Fernstudium der Philosophie und Mathematik konzentrieren.

Nein, das habe ich abgebrochen. Der Fußball ließ mir keine Zeit mehr dazu.

Apropos Zeit: Reicht die noch aus, um Sie für das Spiel gegen Hertha fit zu machen?

Die Chancen stehen 50:50. Leider haben die Spritzen die Entzündung im Lendenbereich nicht beheben können.

Wie ist Ihr Tipp?

Wir gewinnen 3:2.

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