Sport : Maria Riesch wird beim Super-G Fünfte

Kombinierer Kircheisen siegt dank cleverer Taktik

St. Moritz - Maria Riesch aus GarmischPartenkirchen hat als Fünfte des Super-G in St. Moritz nur um 0,02 Sekunden ihren zweiten Podiumsplatz an diesem Wochenende verpasst. Die derzeit erfolgreichste deutsche Skifahrerin hatte am Tag zuvor bei der Weltcup-Abfahrt den dritten Platz belegt. Die Schwedin Anja Pärson hat nach ihrem Sieg in der Abfahrt auch den Super-G gewonnen und damit die Führung im Disziplin-Weltcup übernommen. Die siebenmalige Weltmeisterin aus Schweden platzierte sich vor der Kanadierin Emily Brydon.

Maria Riesch war nach dem Super G enttäuscht. „Natürlich ärgert es mich, weil es zwar keine richtig schlechte Fahrt war, aber auch nicht so, wie ich es kann.“ Aber immerhin hatte sie ihren vierten Top-5-Rang in den vergangenen sechs Rennen erreicht. „Das Positive ist, dass ich mit so einer durchwachsenen Fahrt so weit vorne landen kann“, sagte Riesch.

Dagegen enttäuschte Felix Neureuther aus Garmisch-Partenkirchen beim Riesenslalom in Alta Badia (Italien). Er verpasste als 36. im ersten Durchgang die Teilnahme am zweiten Lauf. Den Sieg sicherte sich Kalle Palander (Finnland).

Mit dem ersten Dreifach-Erfolg des Winters haben sich die deutschen nordischen Kombinierer in die Weihnachtspause verabschiedet. 20 Stunden nach seinem Erfolg beim Massenstart erkämpfte sich Björn Kircheisen aus Johanngeorgenstadt auch den Sieg im Hurricane-Sprint und baute die Führung im Weltcup auf 63 Punkte vor Ronny Ackermann (Dermbach) aus. Tino Edelmann (Zella-Mehlis) wurde Dritter. Trotz des Triumphes war Bundestrainer Hermann Weinbuch nicht ganz glücklich. „Die Rivalität zwischen Björn und Ronny ist schon so etwas wie eine tickende Zeitbombe im Team“, sagte er.

Im Ziel hatte Kircheisen 3,1 Sekunden Vorsprung vor Ackermann, dem er am Samstag das Gelbe Trikot abgenommen hatte. Kircheisen überzeugte mit taktisch ausgebufften Läufen. Am Sonntag hatte er mit Ackermann zuerst die 100 Meter Rückstand beim Start zum österreichischen Sprunglaufsieger Bernhard Gruber aufgeholt, ehe nach Stehversuchen die Verfolger wieder aufschließen konnten. „In der Phase habe ich mich etwas ausgeruht und dann am Berg eine Attacke gesetzt, als die Verfolger aufgeschlossen hatten. Ich war mir sicher, dass sie nicht kontern können“, sagte Kircheisen.

Anni Friesinger riss erleichtert beide Zeigefinger in die Luft, Jenny Wolf winkte strahlend ins Publikum: Die beiden Weltklasseläuferinnen sorgten beim Weltcup in Erfurt jeweils mit Doppelsiegen für das beste Saison-Ergebnis der deutschen Eisschnellläufer. Nach ihrem ersten 1000-m-Sieg erreichte Friesinger am Sonntag beim zweiten Rennen auf dieser Distanz ihren 51. Weltcupsieg (1:15,64 Minuten). Über 500 Meter verbesserte Weltrekordlerin Jenny Wolf bei ihrem zweiten Sieg über diese Distanz in 37,88 Sekunden den Bahnrekord. „Ich bin erstaunt, wie selbstsicher ich meine Ziele umsetze“, sagte die 28-Jährige.dpa

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