Sport : Mario Basler: Dem früheren Fußball-Nationalspieler droht das Abstellgleis

Mario Basler droht knapp ein Jahr nach seinem spektakulären Rauswurf bei Bayern München und der Heimkehr in die Pfalz auch beim 1. FC Kaiserslautern das Abstellgleis. Der frühere Fußball-Nationalspieler ist der erste Verlierer der Siegesserie unter dem neuen Teamchef Andreas Brehme. Mit einer desolaten Leistung beim 3:2 gegen Schalke 04 verspielte Basler am vergangenen Samstag auch die Sympathien beim FCK-Anhang, den der Exzentriker nach seiner Auswechslung mit provozierenden Gesten weiter gegen sich aufbrachte.

Für sein vereinsschädigendes Benehmen bekam er am Montag 15 000 Mark Geldstrafe aufgebrummt. Danach gab sich der einstige Lieblingsschüler von Brehmes Vorgänger Otto Rehhagel ungewohnt kleinlaut. "Ich möchte mich für mein unkorrektes Verhalten gegenüber den Zuschauern entschuldigen und hoffe, dass sie meine Entschuldigung annehmen", sagte Basler der Tageszeitung Rheinpfalz.

Auch Brehme will den Vorfall damit zu den Akten legen. "Mario weiß, dass er Mist gebaut hat. Ein Führungsspieler kann so etwas nicht machen. Aber jetzt ist das Thema für mich erledigt", sagte Brehme. Die anhaltende Kritik auch aus den eigenen Reihen hat Basler, der in der laufenden Saison noch nicht überzeugen konnte, hart getroffen: "Mein Wunsch war es immer, im Fritz-Walter-Stadion für den FCK zu spielen. Daher tun mir diese Pfiffe besonders weh. Von den eigenen Fans das zu hören, geht einem doch unter die Haut."

Offenbar aber ist die Geduld der heimischen Zuschauer mit dem einstigen Publikumsliebling zu Ende. Die pomadige Vorstellung des verhinderten Spielmachers, der allerdings angeschlagen in die Partie gegen Schalke gegangen war, sorgte frühzeitig für Pfiffe und "Basler raus"-Rufe. Bezeichnenderweise bog der FCK das schon verloren geglaubte Spiel nach seiner Auswechslung beim Stand von 0:2 durch das Siegtor des für Basler gekommenen Olaf Marschall um.

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