Sport : Marion Jones erspart sich die Buhrufe

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Die ganze Aufregung hätte sich Marion Jones sparen können, wenn sie einfach zu Hause geblieben wäre. Die unter Dopingverdacht stehende USamerikanische Leichtathletin wollte aber unbedingt in Athen antreten, obwohl etwa Olympiasieger Michael Johnson davor gewarnt hatte. „Tut das nicht. Warum wollt Ihr dieses Risiko eingehen?“, hatte er gesagt und damit gegen Jones’ Nominierung für die 4x100- m-Staffel plädiert. Jones startete trotzdem, und tatsächlich war sie für die Niederlage verantwortlich. Nach einem guten Lauf verpatzte sie den Stabwechsel zu Lauryn Williams, die USA wurden disqualifiziert. Gold holte sich Jamaika mit Tayna Lawrence, Sherone Simpson, Beverly McDonald und Aleen Bailey vor Russland und Weltmeister Frankreich. Nur knapp eine Stunde zuvor war Jones im Weitsprung beim Sieg der Russin Tatjana Lebedewa nur Fünfte geworden. Jones blieb damit in Athen ohne Medaille. „Es waren sehr harte Olympische Spiele für mich“, sagte sie unter Tränen. Vielleicht war es ganz gut so. So ersparte sie sich die Buhrufe, die die Medaillengewinner aus den USA ertragen mussten. Tsp

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