Markus Babbel : Stuttgart – eine Liebe, die auf die Haut geht

Markus Babbel hatte "fünf Super-Jahre" in Stuttgart. Am Freitag trifft er als Trainer von Hertha BSC auf seinen früheren Verein.

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Zu Herthas nächstem Gegner hat Trainer Markus Babbel eine ganz besondere Beziehung. Natürlich hat der bekennende Tattoo-Fan Babbel daher auch das Emblem seines ehemaligen Arbeitgebers VfB Stuttgart auf seinem rechten Oberarm verewigt. „Fünf Super-Jahre“ in Stuttgart, sagt Babbel, hätten dieses bleibende Souvenir ermöglicht. 2004 war Babbel aus England kommend zum Ende seiner Spielerkarriere zu den Schwaben gewechselt, mit denen der Verteidiger 2007 zum Abschluss seiner Laufbahn als Fußball-Profi noch einmal Deutscher Meister wurde.

Gleich in der Saison danach durfte er die Mannschaft als Kotrainer betreuen, am 23. November 2008 wurde Babbel nach der Entlassung von Armin Veh zum Teamchef des VfB befördert. Babbels Karriere an der Seitenlinie begann erfolgreich: Am Saisonende belegten die Stuttgarter den dritten Tabellenplatz und spielten in der Champions League. Ein Jahr später lief es weniger gut. Der Klub hielt zwar lange an Babbel fest, doch nach Fanprotesten wurde Babbel am 6. Dezember 2009 nach 15 Spieltagen und nur zwei Siegen in Stuttgart entlassen. In seiner Abschiedsrede sagte er: „Jetzt war ein Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weiter ging.“

Sein Fußballlehrer-Diplom erwarb der 39 Jahre alte Bayer erst nach seiner Zeit bei den Schwaben. „Ich bin dem Klub bis heute dankbar, dass ich dort mein Debüt als Trainer hatte. Stuttgart hat mir die Chance gegeben, mich in der Bundesliga zu präsentieren“, sagt Markus Babbel. Er habe „unglaublich viel gelernt“, nicht nur auf dem Platz, sondern auch hinter den Kulissen. Noch heute kennt Babbel den Großteil der Mannschaft. Einen Vorteil für Herthas zweites Bundesliga-Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr, Olympiastadion) sieht der Berliner Trainer dadurch aber nicht. Der VfB sei „gespickt mit Nationalspielern. Wir wissen, dass es schwer wird. Uns erwartet ein Team von sehr hoher Qualität.“

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