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Markus Gisdol beurlaubt : Vertrag bis Saisonende: Huub Stevens wird Trainer in Hoffenheim

1899 Hoffenheim beurlaubt Trainer Markus Gisdol - ein alter Bekannter soll den Klub aus der Krise führen.

Huub Stevens (l.) und Markus Gisdol während ihrer Zeit bei Schalke 04.
Huub Stevens (l.) und Markus Gisdol während ihrer Zeit bei Schalke 04.Foto: dpa

1899 Hoffenheim hat sich von seinem Trainer Markus Gisdol getrennt. Nachfolger wird der Niederländer Huub Stevens, der zuletzt den VfB Stuttgart zweimal vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga gerettet hatte. Das bestätigten die Hoffenheimer in einer Pressemitteilung am Nachmittag. „Natürlich ist uns diese Entscheidung nicht leicht gefallen. Wir waren nach den ersten Gesprächen sofort davon überzeugt, dass Huub Stevens die optimale Lösung ist“, wurde Sportchef Alexander Rosen darin zitiert. Stevens erhält einen Vertrag bis zum Saisonende. „Ich freue mich auf die Aufgabe, nur meine Frau ist nicht ganz so begeistert“, sagte er dem Kölner „Express“.

Stevens hatte zuletzt den VfB Stuttgart zweimal nacheinander vor dem Abstieg gerettet. Gisdol war einst bei Schalke 04 Assistenztrainer von Stevens. Der 61-Jährige sitzt seit Juni im sportlichen Beirat der Gelsenkirchener.
Die krisengebeutelten Hoffenheimer stehen nach einer Talfahrt mit nur sechs Punkten aus den ersten zehn Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die TSG hatte am Freitagabend mit dem 0:1 gegen den Hamburger SV erneut den ersten Heimsieg verpasst. Dabei machte die Mannschaft einen völlig verkrampften Eindruck. „Wir haben Ruhe und Geduld bewiesen und Vertrauen in die Arbeit von Markus gehabt“, sagte Rosen. Nun aber habe man aktiv werden müssen, weil die Mannschaft ihre Qualität nicht umsetzen konnte. Letzten Ausschlag habe das 0:1 am Freitag gegen den Hamburger SV gegeben.
Gisdols Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2018. Der 46-Jährige, bei Schalke einst Assistenztrainer von Stevens, hatte sein Amt im April 2013 zusammen mit Sportchef Alexander Rosen angetreten und den Club vor dem Abstieg bewahrt. In der vergangenen Rückrunde, als die Teilnahme an der Europa League leichtfertig verspielt wurde, hatte der Chefcoach schon viel an Kredit verloren. Nun entzog der mächtige Mäzen Dietmar Hopp Gisdol wie erwartet endgültig das Vertrauen. Bereits in der vergangenen Woche hatte sich der Milliardär und Gesellschafter mit den Spielern Kevin Volland, Pirmin Schwegler und Eugen Polanski zum Krisengespräch getroffen. Gisdol und Sportchef Alexander Rosen waren dabei außen vor geblieben.

Mit Rosen gab es am Samstag ein Gespräch, allerdings ohne offizielles Ergebnis. Der Direktor Profifußball hatte bereits am Freitagabend erklärt, dass er seine Zukunft nicht an die des Chefcoaches gebunden sieht. Rosen soll im Amt bleiben, damit das sportliche Vakuum nicht zu groß wird.


Für den 61-jährigen Stevens ist Hoffenheim bereits die achte Station in der Bundesliga nach zweimal Schalke 04, Hertha BSC, 1. FC Köln, Hamburger SV und zuletzt zweimal VfB Stuttgart. Sein Vertrag bei den Schwaben war im Sommer nicht verlängert worden. Der VfB holte Alexander Zorniger, der mit dem Hoffenheimer Landesrivalen ebenfalls im Abstiegskampf steckt. (dpa)

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