Sport : "Master of Spikes": Schweden und Finnland vorn

Claus Vetter

Party-Stimmung zwischen Eisbahn, Abgasdüften, Bier, Bratwurst und Songs des Schlagerbarden Wolfgang Petry vom Band - und der Sieger kam wie immer aus Russland. Der amtierende Weltmeister Wladimir Fadejew sicherte sich beim internationalen Eisspeedway-Rennen in der Eisschnelllaufhalle des Sportforums in Hohenschönhausen den Titel des "Master of Spikes". Zweiter wurde Fadejews Landsmann Wladimir Lumpow, der Österreicher Franz Zorn überquerte mit seinem Motorrad als Dritter die Ziellinie. Der zweimalige Titelträger Wjatscheslaw Nikulin belegte im Finale nur einen vierten Platz und verpasste damit die Chance, sich die Sonderprämie von 30 000 Mark zu sichern, die für drei Erfolge beim "Master of Spikes" ausgelobt ist.

Am Sonnabend hatte Lumpow den Tagessieg verbuchen können, gestern konnte mit Franz Zorn ein Fahrer aus Österreich die dominanten russischen Fahrer auf die Plätze verweisen: Vizeweltmeister Zorn wurde im Finallauf - der gleich zwei Mal wiederholt werden musste - Tagessieger vor Fadejew und Lumpow. Die deutschen Fahrer spielten nur eine Nebenrolle. Immerhin konnte Günter Bauer am Sonntag mit dem sechsten Rang eine gute Platzierung erreichen.

Insgesamt 12 000 Zuschauer kamen an den beiden Renntagen zur fünften Auflage des "Master of Spikes" bei. Und trotz frischer Temperaturen waren in der zweckentfremdeten Eisschnelllaufhalle gute Laune und Ballermann-6-Feeling angesagt. Kein Wunder, wenn fordernd "Die Hände zum Himmel" aus den Lautsprechern dröhnt oder eine "Antonia aus Tirol" ihre "Superpampelmusen" besingt. Ende des kommenden Jahres werden auf dem Eis an gleicher Stelle erneut die Eisspeedway-Fahrer ihre Motoren in gewohnter Lautstärke heulen lassen. Denn 2001 gibt es in Hohenschönhausen die sechste Auflage des laut Veranstalter Gerd Sievers "größten Motorsport-Events der Hauptstadt".

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