Sport : Matania führt Deutsche ins Viertelfinale

Hockeyspieler glänzt bei der Champions Trophy.

Melbourne - Autogrammjäger kannte Tobias Matania bislang nur aus dem Fernsehen. Nach dem 3:2 der deutschen Nationalspieler gegen Indien bei der Champions Trophy in Melbourne war er plötzlich der gefragte Mann: Mit viel Geduld erfüllte er nach seinen beiden Toren gegen die Inder jeden Autogrammwunsch der mehr als 100 Hockey-Fans um ihn herum. Gegen die zuvor noch unbesiegten Inder war der 22-Jährige der Matchwinner: Binnen zwei Minuten hatte er aus dem 1:2-Rückstand eine 3:2-Führung gemacht.

„Zwei Tore zu machen ist immer schön, aber wenn es so wichtige sind, ist es natürlich extra schön“, sagt Matania gut gelaunt. Das zwischenzeitliche 1:1 für die DHB-Auswahl hatte Oliver Korn erzielt. Fast hätte Matania auch bei Olympia über Tore jubeln dürfen – wenn der gebürtige Oberhausener nicht als einer der Letzten aus dem Kader für London aussortiert worden wäre. So musste er tatenlos mitansehen, wie seine Teamkollegen zu Gold gewannen.

„Wenn man so knapp vorher rausgeflogen ist, möchte man schon einmal bei Olympia mitspielen“, sagte der BWL-Student über sein Fernziel. Mit seinem Verein Uhlenhorst Mülheim möchte Matania mittelfristig Deutscher Meister werden. In Melbourne ist der 22-malige Nationalspieler nun mit seinen drei Toren der Top-Torschütze im Team. Bundestrainer Markus Weise sieht ihn aber noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung. „Er hat großes Potenzial, aber sein körperlicher Zustand reicht momentan noch nicht“, meinte Weise. Der Bundestrainer spielt mit dem Gedanken, den offensiven Mittelfeldmann auch im Sturm einzusetzen. „Da können wir noch ein bisschen Feuerkraft gebrauchen“, sagte der Bundestrainer. Die bisherige Bilanz von sieben Treffern in drei Spielen ist noch ausbaufähig. Immerhin reichte es für die stark verjüngte deutsche Mannschaft durch den Sieg gegen Indien zum zweiten Platz in der Gruppe. Am Donnerstag (2.30 Uhr) im Viertelfinale gegen Pakistan soll Matania mit seinen Toren wieder für Begeisterung der Fans sorgen. dpa

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