Sport : Matthäus will Ribbeck helfen

In der Diskussion um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat Lothar Matthäus mehr Kommunikation im Team gefordert. "Erich Ribbeck braucht Hilfe", sagte der Rekordnationalspieler der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe). Nach Ansicht des Liberos kann verstärkte Mitsprache der Spieler der nach dem 1:2 gegen die Niederlande in die Kritik geratenen Mannschaft von Teamchef Erich Ribbeck aus der Krise helfen. "Wir müssen mehr sprechen miteinander. Ribbeck, zwei oder drei Spieler, dazu Uli Stielike. So ergibt sich eine konstruktive Diskussion", erklärte Matthäus.

Auch Franz Beckenbauer habe dies so gemacht, berichtete der Routinier des FC Bayern München. "Ottmar Hitzfeld genauso - damit er sich eine Meinung bilden kann." Für den nächsten Europameisterschafts-Test am 29. März in Zagreb forderte Matthäus: "Wenn wir uns gegen Kroatien zum nächsten Länderspiel treffen, dann müssen wir sofort über alles reden, egal, wie spät es ist."

Nach den Schlagzeilen der vergangenen Tage wegen verschiedener Äußerungen von Ribbeck und seinem Assistenten Stielike, durch die in der Öffentlichkeit der Eindruck von Meinungsverschiedenheiten entstanden war, kritisierte Matthäus die Team-Führung. "Solche Aussagen sind falsch", meinte der 144-malige Nationalspieler: "Das wird nicht dazu beitragen, dass wir Frieden haben." Man müsse jetzt zusehen, nicht den Kopf zu verlieren, so Matthäus, "und fair miteinander umgehen - vor allem nicht über die Presse".

Die Diskussionen in der Mannschaft in der Halbzeit des Länderspiels am vergangenen Mittwoch beschrieb Matthäus so: "Ich will nicht sagen, es ging drunter und drüber." Es sei laut zugegangen. "Jeder war unzufrieden, hat durcheinander gerufen und geschrien. Der eine wollte das, der andere das." Dann seien die Spieler von Matthäus zur Ordnung gerufen worden, anschließend habe man ruhig gesprochen.

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