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Maximilian Thiel : Unions Neuer: Einer für links, rechts und die Zentrale

Der Zweitligist 1. FC Union Berlin leiht den Mittelfeldspieler Maximilian Thiel bis zum Saisonende aus vom 1. FC Köln aus. Trainer Düwel lobt dessen Vielseitigkeit. Eine weitere Verstärkung soll aus Bremen kommen.

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Maximilian Thiel (l.)
Maximilian Thiel (l.)Foto: dpa

Auf die Trainingseinheit am Mittwochmorgen musste Maximilian Thiel noch verzichten. Während sich seine neuen Mannschaftskollegen vom 1. FC Union auf das Heimspiel am Freitag gegen den 1. FC Nürnberg (18.30 Uhr) vorbereiteten, absolvierte Thiel den obligatorischen Medizincheck. Am frühen Nachmittag gab der Berliner Zweitligist dann die Verpflichtung des 21 Jahre alten Offensivspielers bekannt. Maximilian Thiel kommt auf Leihbasis für ein Jahr vom 1. FC Köln nach Köpenick. Darüber hinaus sicherte sich Union eine Kaufoption.

Als „offensiv sehr vielseitig einsetzbaren Spieler“ bezeichnet Unions Trainer Norbert Düwel seinen neuen Angreifer, der bisher auf neun Einsätze für die deutsche U20-Nationalmannschaft kommt. „Linke Seite, rechte Seite, Zentrale“, alles könne Thiel spielen, so Düwel. Er und Thiel stammen beide aus Altötting in Bayern, den Spieler kannte Düwel „schon als kleinen Jungen“. Inzwischen ist Thiel deutlich gewachsen, offiziell misst er 1,87 Meter. Die stattliche Körpergröße steht im Widerspruch zu seiner Spielweise, Thiel gilt als dynamischer, schneller und technisch gut ausgebildeter Spieler. Er soll die bisher dürftige Offensive (nur drei Tore in vier Pflichtspielen) beleben. „Im Offensivbereich war es noch nicht so, wie wir uns das hundertprozentig vorgestellt haben“, sagt Düwel. Unions Trainer tat sich bisher schwer, eine geeignete Formation zu finden. Immer wieder probierte er verschiedene Varianten mit verschiedenem Personal – ohne großen Erfolg.

Vor diesem Hintergrund hatte sich bereits angekündigt, dass Union bis zum Ende der Transferperiode am 1. September aktiv werden würde. So stellte Düwel zuletzt immer wieder die Verpflichtung von „ein bis zwei Angreifern“ in Aussicht. Einer ist nun Thiel, der zweite könnte Martin Kobylanski sein. Der Sohn des ehemaligen polnischen Nationalspielers Andrzej Kobylanski spielt derzeit bei Werder Bremen und soll wie Thiel bis zum Saisonende ausgeliehen werden. Bestätigen wollte Union die Personalie nicht, Kobylanskis Beraterteam bat um Nachsicht, dass man sich zum Stand der Verhandlungen nicht äußern wolle. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Wechsel nach dem Spiel gegen Nürnberg vollzogen wird. Für das Duell mit dem Bundesliga-Absteiger käme Kobylanskis Einsatz ohnehin zu früh, gleiches gilt wohl auch für Thiel. Darauf angesprochen, ob er seinen Neuzugang schon am Freitag einsetzen möchte, sagte Düwel: „Ich weiß es nicht, aber es ist schon sehr wenig Zeit bis zum Spiel.“

Wahrscheinlicher ist, dass Unions Trainer die zweiwöchige Länderspielpause nach dem Spiel gegen Nürnberg nutzt, um Thiel und womöglich auch Kobylanski zu integrieren. Die Neuen sollen Düwel nicht nur sportlich neue Möglichkeiten eröffnen, sondern auch zu „Mentalitätsumschwung und Mentalitätsauffrischung“ beitragen. Düwel will den Umbruch mit neuem Personal weiter vorantreiben, für einige Altgediente dürften damit die Einsatzchancen weiter sinken. Dass der ehemalige Kapitän Torsten Mattuschka in absehbarer Zeit in die Stammformation zurückkehrt, wird immer unwahrscheinlicher. Gleiches gilt für Benjamin Köhler.

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