MAXIMILIAN LEVY wird Zweiter auf der Bahn : Silber mit Schrauben in der Schulter

Nur am Sir kam er nicht vorbei. Maximilian Levy fuhr ein starkes Rennen. Foto: dpa
Nur am Sir kam er nicht vorbei. Maximilian Levy fuhr ein starkes Rennen. Foto: dpaFoto: dpa

Großbritanniens Radstar Chris Hoy schämte sich nach dem insgesamt sechsten Olympia-Gold bei der Siegerehrung seiner Freudentränen nicht. Maximilian Levy und die deutschen Bahnfahrer feierten mit Silber im Keirin einen glänzenden Abschied aus dem Velodrom. Sie steigerten ihre magere Bilanz aus Peking und konnten sich über je einmal Gold, Silber und Bronze in London freuen. Der dreifache Weltmeister Levy aus Cottbus musste am Dienstag im Finale nur Sir Chris an sich vorbeilassen. „Ich bin glücklich damit – ich habe drei Jahre auf dieses Rennen gewartet. Jetzt bin ich froh, dass es vorbei ist“, sagte ein blasser Levy. „Ich habe Hoy herausgefordert, aber da war nichts zu machen.“

Der 25-jährige Levy war ein starkes Rennen gefahren, hatte den übermächtigen Hoy vor der letzten Kurve in arge Bedrängnis gebracht und musste sich erst auf den letzten Metern geschlagen geben. „Das letzte Quäntchen hat gefehlt“, befand Levy. Nach Olympia muss er sich nun in einer Operation Schrauben aus dem im Frühjahr gebrochenen Schlüsselbein entfernen lassen.

Kurz zuvor hatte die Teamsprint-Olympiasiegerin Kristina Vogel als Vierte im Sprint ihre zweite Medaille nur knapp verpasst. Im kleinen Sprint-Finale verlor sie gegen die Chinesin Guo Shuang. „Dass der vierte Platz auch so verdammt undankbar sein muss“, sagte die 21-Jährige den Tränen nah. „Aber die Zukunft gehört mir.“

Die Gegenwart gehörte den überragenden Gastgebern. In London wiederholten die Briten mit siebenmal Gold ihr Ergebnis von Peking. Der herausragende Athlet war wie schon vor vier Jahren der viel umjubelte Hoy. „Er ist ein großartiger Sportler, eine tolle Persönlichkeit und nicht umsonst ein Sir“, sagte Levy über seinen Konkurrenten. Damit ist der Schotte, der vor drei Jahren von der Queen zum Ritter geschlagen wurde, vor dem Ruderer Steve Redgrave der erfolgreichste britische Olympionike der Geschichte. Das zweite Gold der Briten am Dienstag holte im Omnium der Frauen Laura Trott. dpa

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