Sport : McCourt wird beurlaubt, Michael Komma übernimmt Führungsposition

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In heutigen Zeiten gilt es, variabel und blitzartig wendig zu sein. So kommt man voran. Diesem Trend passen sich die Berlin Capitals, Mitglied der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), gar meisterlich an.

In der Vorsaison war in der Eishalle an der Jafféstraße vorherrschende Bewegungsform das Kopfschütteln der Fans. Angefangen mit der vom damaligen Manager Peter Ustorf im Alleingang vorgenommenen Verpflichtung seines Spezis Dale McCourt als Trainer, sich fortsetzend im Personal-Roulette der Spieler und dem fast zwangsläufigen sportlichen Niedergang. Das Image des früheren Spitzenklubs war deutlich beschädigt, aber Roger Wittmann, Generalbevollmächtigter der Capitals und Manager, versprach für die neue Spielzeit wieder die alte Freude an den "Preussen". Dieser Name, der über viele Jahre für Qualität im deutschen Eishockey stand, wurde auch wieder als Unterzeile im Klubnamen eingeführt. Als Verbeugung vor den letzten treuen Fans, die sich mit den Capitals und zuvor mit den Devils nie ganz identifizierten.

So weit so gut. Eine neue Mannschaft, der bewährte (?) Trainer, "die Basis könnte besser kaum sein", jubilierte Wittmann und kündigte sportliche Großtaten an. Die Vorfreude relativierte sich in einer verblüffenden Volte am Wochenende. Wittmann und seine Mitstreiter im Verwaltungsrat fanden plötzlich heraus, dass McCourt wohl doch nicht der ideale Trainer sei. Also - variabel und wendig - erfolgte wenige Tage vor dem Saisonstart die Beurlaubung des Kanadiers. Dafür rückt wieder Michael Komma in die sportliche Führungsposition. Komma, nie murrend, der ideale Angestellte, wird sich über die Aufbesserung seines Salärs freuen und für sich das denken, was er als in höchster Not bestellter Feuerwehrmann schon vor knapp zwei Jahren tat.

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