Sport : Mehr als ein Spiel

Beim Duell zwischen Deutschland und Tschechien will sich Berlin als WM-Spielstätte empfehlen

Hartmut Moheit

Berlin – Vor seiner Reise nach Schweden zum Handball-World-Cup hatte Horst Bredemeier gestern noch ein paar wichtige Termine. „Ich werde den ganzen Tag über unterwegs sein, um einiges zu organisieren“, sagte der Vizepräsident für Leistungssport im Deutschen Handball-Bund. Während sich die Nationalmannschaft mit Bundestrainer Heiner Brand auf den Weg nach Skandinavien begeben hatte, waren Horst Bredemeier und DHB-Manager Harald Wallbaum in Gedanken schon im Januar.

„Einen Tag vor der Abreise zur Weltmeisterschaft in Tunesien, am 20. Januar um 20 Uhr, wird in der Max-Schmeling-Halle gegen Tschechien die Generalprobe stattfinden“, berichtete Bredemeier und versprach: „Wir können uns deshalb auf eine sehr gut besetzte Nationalmannschaft freuen.“ Im März 2003 hatten die Deutschen an gleicher Stätte gegen Island gespielt, „und damals waren Stimmung und Organisation perfekt“, sagt Bredemeier. Darauf aufbauend will sich der Berliner Verband nun im Januar „nachhaltig als Spielstätte für die WM 2007 empfehlen“, sagt Präsident Henning Opitz. Nachhaltig ist dabei das entscheidende Wort. Unter den 34 Bewerbern mit 40 Stadien oder Großhallen will sich Berlin nicht allein mit Gruppenspielen zufrieden geben. „Wenn der Internationale Handball-Verband IHF mitzieht, dann würden wir gern ein großes Event vor dem Eröffnungsspiel ausrichten“, sagte Opitz. Die Zahl der Spielorte – der DHB geht von elf aus – hängt vom Austragungsmodus ab, der zurzeit von der IHF diskutiert wird. Infrage kommen vier Sechser- oder sechs Vierer-Gruppen.

Für das Halbfinale oder sogar für das Finale eine Offerte abzugeben, wäre für Berlin von vornherein unrealistisch gewesen. Dafür reichen die 10 400 Plätze der Max-Schmeling-Halle nicht aus. Stadien wie die Arena Auf Schalke werden für diese großen Spiele favorisiert. Alles andere aber ist noch offen. Am 26. Januar 2005 wollen die Berliner nun mit einer ausverkauften Halle beweisen, dass es für das Eröffnungsspiel einen ganz heißen Kandidaten gibt. Deshalb beginnt am kommenden Montag schon der Kartenvorverkauf.

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