Mehr geht nicht : Steger und Ivancan holen letzte Olympia-Tickets

Knapp zwei Wochen nach dem Finale der Team-WM in Dortmund holten Bastian Steger (Saarbrücken) und Irene Ivancan (Berlin) die Olympia-Fahrkarten fünf und sechs für den Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB).

Der WM-Nachschlag schmeckte Timo Boll und seinen Kollegen besonders gut. Knapp zwei Wochen nach dem Finale der Team-WM in Dortmund holten Bastian Steger (Saarbrücken) und Irene Ivancan (Berlin) die Olympia-Fahrkarten fünf und sechs für den Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB). Mehr geht nicht. „Das waren sehr erfolgreiche Wochen. Wir haben die volle Quote erfüllt. Das zeigt unsere Qualität“, erklärte DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig und fügte zuversichtlich hinzu: „Das ist eine gute Basis für den Sommer.“

Der Deutsche Meister Steger und die EM-Zweite Ivancan bewahrten bei der Olympia-Qualifikation in Luxemburg trotz einiger kniffliger Situationen die Ruhe. Sie lösten die begehrten London-Tickets bereits am Freitagabend im ersten Anlauf. Damit können die DTTB-Männer als WM-Zweite sowie die Frauen als WM-Siebte auch im olympischen Team-Wettbewerb um Medaillen spielen. Bis Sonntag werden in Luxemburg jeweils elf Olympia-Tickets bei den Frauen und Männern vergeben.

Nach zwei klaren 4:1-Erfolgen gegen Oksana Fadejewa aus Russland und Matilda Ekholm aus Schweden musste Irene Ivancan im Pool-Finale beim 4:3 gegen Tamara Boros aus Kroatien hart kämpfen. „Manchmal habe ich schon gezittert“, sagte Ivancan nach dem mühsamen 4:3-Erfolg im letzten Einzel gegen Tamara Boros (Kroatien). Bereits nach einer 0:4-Pleite in der Vorrunde erschien der Vorstoß der Wahl-Berlinerin in die K.o.-Runde höchst fragwürdig. Die Abwehrspielerin zeigte dennoch großes Selbstbewusstsein. „Vor einem Jahr war ich noch nicht einmal im Kader. Ich habe meine Nominierung verdient und gerechtfertigt“, stellte Ivancan fest.

Auch Steger bestätigte das Vertrauen in seine Person. Im WM-Finale gegen China hatte Bundestrainer Jörg Roßkopf noch den EM-Zweiten Patrick Baum als dritten Mann hinter seinen Top-Stars Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov aufgestellt. In Luxemburg sollte der zweifache nationale Meister Steger das dritte und letzte Olympia-Ticket für die DTTB-Männer holen. Der Plan ging auf, wenn auch mit Mühe.

„Ich bin überglücklich, es geschafft zu haben. Olympia ist das Größte“, erklärte Steger nach dem 4:2-Erfolg gegen den ungarischen Defensivkünstler Adam Pattantyus. Beim Zwischenstand von 2:2 und 3:8 im fünften Durchgang sah es für den gebürtigen Bayern alles andere als gut aus. Doch Steger schaffte die Wende. „Ich glaube, Basti weiß immer noch nicht, wie er das Spiel noch gewonnen hat“, sagte Bundestrainer Roßkopf.

In London kann er mit Boll und Ovtcharov im Einzel und in der Mannschaft sowie mit Steger im Team planen. Damen-Bundestrainerin Jie Schöpp schickt das Trio Jiaduo Wu, Kristin Silbereisen (beide Kroppach) und Ivancan ins Rennen. Die EM-Zweite Ivancan darf aber trotz ihres Erfolges in Luxemburg bei Olympia nicht im Einzel spielen. (dpa)

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