Sport : Mehr Geld für die Liga

DFB und DFL verabreden neuen Grundlagenvertrag

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Frankfurt – Gerade noch rechtzeitig haben es der Deutsche FußballBund (DFB) und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) geschafft. Nach mehrmonatigen Gesprächen einigten sie sich kurz vor dem DFB-Bundestag, der ab Freitag stattfindet, auf einen neuen Grundlagenvertrag. Demnach werden künftig die Bundesliga-Vereine an allen Einnahmen der Nationalmannschaft beteiligt und besitzen künftig mehr Mitsprache im DFB.

Der neue Grundlagenvertrag ist bis zum 30. Juni 2009 befristet. DFL-Vizepräsident Wolfgang Holzhäuser sagte: „Die Abgabenregelung des DFB an die DFL wurde auf eine völlig neue Basis gestellt.“ Bislang überwies die Bundesliga drei Prozent ihrer TV-Einnahmen, im vergangenen Jahr rund 12,7 Millionen Euro, an den DFB. Auf der anderen Seite bekam die DFL unter anderem 25 Prozent von den Einnahmen des DFB aus der TV-Vermarktung der Nationalmannschaft, zuletzt jährlich rund 8,5 Millionen Euro. Dieser Passus wird künftig auf alle Überschüsse ausgeweitet, die der Verband mit der Nationalmannschaft verdient, vor allem auf die Preisgelder bei Welt- und Europameisterschaften sowie auf die Sponsoren-Einnahmen. Offen ist noch, mit welchen Prozentsätzen die Liga beteiligt wird. Das Nationalteam spielt rund 80 Prozent des DFB-Jahresetats von rund 61 Millionen Euro ein.

Der Grundlagenvertrag wurde bei der Abspaltung der DFL vom DFB im Jahr 2000 abgeschlossen mit dem Ziel, einen finanziellen Ausgleich zwischen Dachverband und Profivereinen zu garantieren. „Von uns aus gesehen gab es keinen Grund für Neuverhandlungen, denn der DFB hatte keine Einbrüche“, sagte Zwanziger, „aber ich muss akzeptieren, dass die Situation für die Liga eine andere ist, insbesondere wegen der Kirch-Krise.“ Kein Nachgeben des Verbandes gibt es aber in der Frage der Zuständigkeit für den DFB-Pokal, der weiter unter der Regie des DFB ausgespielt wird. Tsp/dpa

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