• Mehr reden, weniger meckern Mayer-Vorfelder mischt sich in die Schiedsrichter-Debatte ein

Sport : Mehr reden, weniger meckern Mayer-Vorfelder mischt sich in die Schiedsrichter-Debatte ein

-

München (dpa). An der Debatte um die BundesligaSchiedsrichter hat sich nun auch Gerhard Mayer-Vorfelder beteiligt. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sagte: „Die momentane Situation in der Bundesliga ist so nicht mehr hinnehmbar. Es kann nicht angehen, dass fast jede Schiedsrichter-Entscheidung in dieser massiven Form diskutiert und kritisiert wird.“ Die Leistungen von Michael Weiner im Spiel Bayern München gegen Borussia Dortmund und von Franz-Xaver Wack bei Schalke 04 gegen Bayer Leverkusen hatten am vergangenen Wochenende heftige Kritik ausgelöst.

Der DFB-Chef will am Montag, zwei Tage vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande in Gelsenkirchen, mit Volker Roth, dem Vorsitzenden des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses, ein Grundsatzgespräch führen. Zuvor hatte bereits Karl-Heinz Rummenigge mehr Gespräche zwischen allen Beteiligten gefordert. „Wir müssen grundsätzlich ein völlig entkrampftes Verhältnis zu den Schiedsrichtern finden. Was in München und Schalke abgelaufen ist, ist nicht mehr akzeptabel“, sagte der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG. Auch den von Franz Beckenbauer vorgeschlagenen vierten Unparteiischen hält Karl-Heinz Rummenigge für ein probates Mittel. „Aber grundsätzlich sollten wir mehr miteinander reden, um Normalität zu schaffen.“

Die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV) begrüßte Rummenigges Vorschlag. VdV-Geschäftsführer Thomas Hüser sagte: „Grundsätzlich ist das ein sehr vernünftiger Vorschlag. Aus der Sicht der Spieler ist das eine gute Gelegenheit, um zu deeskalieren.“ Zugleich plädierte Hüser erneut für den hauptamtlichen Schiedsrichter. Berufsschiedsrichter statt privat Berufene fordert der VdV-Geschäftsführer. Vor allem ehemaligen Profis solle die Chance gegeben werden, als Unparteiischer zu fungieren. Spieler seien mit den Abläufen vertrauter und zudem besser in der Lage, Emotionen auf dem Platz zu bändigen. „Profis haben wohl mehr Spielverständnis als einer aus der Klavierbranche oder ein Zahnarzt.“

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben