Mehr Verletzte als Sturmreihen : Geschwächte Eisbären empfangen Düsseldorf

Die Eisbären zeigten sich am Wochenende verbessert. Doch die Gesamtlage bleibt trist, am Dienstag muss ein Sieg gegen Düsseldorf her.

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Julian Talbot (r.) hat in dieser Saison auch schon zwei Spiele verpasst, am Dienstag gegen Düsseldorf ist der Eisbären-Stürmer aber aller Voraussicht nach dabei.
Julian Talbot (r.) hat in dieser Saison auch schon zwei Spiele verpasst, am Dienstag gegen Düsseldorf ist der Eisbären-Stürmer...Foto: dpa

Natürlich muss bei den Eisbären derzeit alles als Erfolg verkauft werden, was Punkte bringt. Aber nicht nur, weil es drei Punkte gab aus den beiden Spielen am Wochenende gegen die Adler Mannheim stuft sie Trainer Uwe Krupp wohl als Erfolge ein, „auf die sich aufbauen lässt“. Vielmehr stimmte die kämpferische Leistung bei den Berlinern: Sie haben am Freitag beim 3:2-Heimsieg nach Verlängerung und am Sonntag bei der 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Adler mit reduzierter Mannschaft am kräftezehrenden Limit gespielt. Nur noch neun Stürmer – das war am Sonntag das letzte Aufgebot der Berliner. Sportdirektor Stefan Ustorf sagt: „Für uns haben die Play-offs eben schon begonnen.“

Ob wenigstens die Angreifer Sven Ziegler und Nick Petersen am Dienstag im Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG (19.30 Uhr, Arena am Ostbahnhof) wieder eingreifen können, entscheidet sich am Dienstagvormittag. Es kommt den Berlinern nicht entgegen, dass ihr Programm sehr straff ist. Die Eisbären warten trotz der Punkte vom Wochenende seit neun Spielen auf einen Drei-Punkte-Erfolg und sind auf Rang zehn abgerutscht – den Platz, der gerade noch zur Teilnahme an der Play-off-Qualifikation berechtigt. Da wäre das Ausscheidungspotenzial allerdings hoch, da der Gegner in der Serie „Best of three“ in einem möglichen dritten Spiel Heimrecht hätte. Ustorf sagt: „Wir dürfen nun nicht denken, dass alles wieder gut ist. In unser jetzigen Situation hätten es gegen Mannheim auch mehr Punkte sein dürfen.“ Neue Spieler, wie angekündigt, seien noch nicht in Sicht, sagt Ustorf. Zumindest nicht für die Öffentlichkeit: „Wir nennen da keine Namen.“

Es ist wohl ratsam aus Sicht der personell angeschlagenen Berliner, auch an Punkten noch zuzulegen, am besten schon gegen die Düsseldorfer EG, die ist nur noch Tabellenzwölfter, elf Punkte hinter den Eisbären. DEG-Trainer Christof Kreutzer sagt: „Solange es rechnerisch realistisch möglich ist, die Play-offs zu erreichen, werden dafür weiter alles geben.“ So wie die Eisbären eben zuletzt gegen Mannheim.

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