Sport : Mein Name ist 96, Hannover 96

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Viertelfinale in der Europa League. Und der spanische Verein Atletico Madrid hat Probleme, sein Stadion zu füllen. Eine Vielzahl der 55 000 Eintrittskarten wurde daher zu Rabattpreisen verscherbelt. Es heißt, der Gegner sei schlichtweg zu unbekannt.

Bei Hannover 96 kann man über diese Probleme nur schmunzeln. Die werden uns schon kennenlernen, denken sich die Niedersachsen. Denn der Bundesligist befindet sich nach eigenen Angaben erst am Anfang einer langen Reise in die Köpfe der internationalen Fußballfans.

In Deutschland dagegen kennt die Hannoveraner mittlerweile jedes Kind. Doch auch hierzulande war dies ein weiter Weg. Das Gesicht der neuen Aufbruchsstimmung und der jüngsten Erfolgsserie in Hannover ist das von Trainer Mirko Slomka. Seit seinem Amtsantritt ging es für den Verein aus der Abstiegsregion in der Bundesliga bis ins heutige Viertelfinal-Hinspiel in Madrid.

Klubchef Martin Kind sieht den Ausflug in den internationalen Wettbewerb keineswegs als Ausrutscher. Er hält es für durchaus realistisch, dass sich Hannover 96 in der Bundesliga im oberen Drittel etablieren kann, was gleichzeitig die dauerhafte Teilnahme an einem der europäischen Wettbewerbe bedeuten würde.

Was zählt also der bis dato größte Erfolg der Vereinsgeschichte? So oder so – die Mannschaft von Hannover 96 wird nach dem Spiel auch den Anhängern von Atletico Madrid ein Begriff sein. Doch fast wichtiger als der Einzug ins Halbfinale scheint für den Klub die abermalige Qualifikation für die Europa League zu sein. In dieser Spielzeit reicht für den aktuell Tabellenachten dafür sogar Platz sieben. Doch die kommenden Gegner aus Mönchengladbach und Gelsenkirchen versprechen nicht unbedingt die großen Sprünge.

Es liegt also an Trainer Mirko Slomka, den Bekanntheitsgrad seiner Mannschaft in Europa weiterhin zu steigern und gleichzeitig in Deutschland nicht wieder in der Versenkung zu verschwinden.

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