Sport : „Mein Tor war eine kleine Befreiung“

-

Herr Kovac, nach Ihrem Tor zum 2:2 haben Sie mehr gejubelt, als Sie es sonst nach Treffern tun. Was war der Grund?

Es war ein wichtiges Tor für die Mannschaft und ein sehr wichtiges für mich. Sie kennen ja meine Situation. Wir haben jetzt den 14. Spieltag, und da ich nicht so oft gespielt habe, war es mein erstes Saisontor. Für mich war es deshalb eine kleine Befreiung.

Gehen Sie davon aus, dass Sie jetzt wieder zur Startelf zählen?

Mich ärgert es zwar, dass wir nicht gewonnen haben, aber ich freue mich, dass ich dabei war. Es ist nicht leicht, wenn du auf der Bank sitzt und dich fragst, warum eigentlich. Mehr will ich dazu nicht sagen, aber ich denke, dass es jetzt auch wieder vorbei damit ist.

Hertha lag früh 0:2 zurück. Wie war die Stimmung in der Halbzeitpause?

Komisch, aber sie war überhaupt nicht negativ. Wir waren uns sicher, dass wir das noch schaffen können. Uns fehlte zwar ein schnelles Anschlusstor, aber selbst nach meinem Ausgleich war noch ausreichend Zeit für einen Sieg. Chancen hatten wir jedenfalls genug.

Wie fühlt sich das Ergebnis an: wie ein Sieg oder wie eine Niederlage?

Das ist so eine Geschichte. Nach einem 0:2-Rückstand ist ein 2:2 wie ein Sieg. Aber zu Hause hätten wir Gladbach schlagen müssen. So gesehen ist das Unentschieden zu wenig.

Wie wird sich das auf die Mitgliederversammlung auswirken?

Ich denke, nicht negativ. Ich möchte nicht daran denken, was bei einer Niederlage los gewesen wäre. Zumal die Mitglieder auch noch unser schwaches Spiel vom Donnerstag im Hinterkopf haben. Aber so haben die Leute von uns Engagement und Willen gesehen. Nebenbei ist das spielerisch vielleicht beste Saisonspiel von uns herausgekommen.

Aufgezeichnet von Michael Rosentritt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar