Sport : Mein WM-Held

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An dieser Stelle verraten Sportler, Politiker und Künstler, wer sie bei einer Weltmeisterschaft für den Fußball begeistert hat. Heute: Thorben Marx, Junioren-Nationalspieler und Profi bei Hertha BSC.

Ich bin früher nie der Typ gewesen, der auf den Fußballplatz nur im Trikot seines Lieblingsspieler rannte. Klar, den Mehmet Scholl fand ich klasse. Auch den Lothar Matthäus. Aber mein WM-Idol? Da kann es nur einen geben, Zinedine Zidane, den französischen Nationalspieler. Dieser Mann ist großartig, der hat einfach alles.

Erinnern Sie sich an die WM ’98 in Frankreich? Als Zidane im Finale gegen Brasilien zwei Tore mit dem Kopf gemacht hat und Frankreich Weltmeister wurde? Der Typ ist genial, einfach gut, auch wenn seine Spielweise irgendwie schon merkwürdig ist. Zidane sprintet nie, er rennt immer nur locker über den Platz, hat aber trotzdem die meisten Ballkontakte. Zidane kann attackiert werden, bedrängt, gefoult, und trotzdem verliert der nie den Ball. Und dann diese Schusstechnik! War sein Tor im Champions-League-Finale gegen Leverkusen nicht genial?

Ob ich mir von ihm etwas abgucke? Jaja, soll nicht schaden, wenn man Fußballprofi bleiben will. Im zentralen Mittelfeld kann ich ja spielen, ich bin wie Zidane Rechtsfuß. Aber das war es mit den Parallelen. Mit dem Kopf ist er jedenfalls etwas weiter. Und Zidane weiß schon immer vorher, was auf dem Platz passieren wird. Auch das bewundere ich an ihm.

Bei der WM in Japan und Südkorea kann der Weltmeister also nur Frankreich heißen. Zumindest habe ich mit meinen Kumpels um fünf Euro darum gewettet. Jetzt haben sie gegen Senegal verloren und gegen Uruguay nur unentschieden gespielt. Dabei war das ja klar, denn wer war in den beiden WM-Spielen verletzt? Genau.

Aufgezeichnet von André Görke.

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