Sport : Meine Elf: Jancker ist mir zu frech

Rudi Völler kann nicht alles wissen. Deshalb wird ihm jeden Freitag erzählt, wer eigentlich in der Nationalmannschaft spielen müsste und was den deutschen Fußball wieder nach vorne bringt. Bundestrainerin diesmal: Hildegard Ide, 82 Jahre, Rentnerin.

Ich verstehe eigentlich gar nichts vom Fußball, die Spielregeln sind mir völlig fremd. Aber ich finde die ganze Atmosphäre toll. Vor zwei Jahren haben mich meine Enkelkinder mal mit zu Hertha ins Olympiastadion genommen. Was da los war! Die jungen Leute haben richtig gefeiert. Ich dachte ja vorher, dass die anfangen zu lachen, wenn so eine alte Dame kommt, aber die waren alle freundlich und ausgelassen. Seit diesem Tag gucke ich jedes Fußballspiel im Fernsehen, besonders die Länderspiele. Die Mannschaft hat in diesem Jahr viel durchmachen müssen: erst der Fehlgriff mit Trainer Erich Ribbeck, dann die Geschichte mit Christoph Daum. Die Leistungen der Spieler haben unter dem ganzen Hin und Her gelitten, das hat jeder Laie gesehen. Zum Glück hat Rudi Völler das Ruder übernommen, der ist wenigstens ein menschliches Vorbild. Ich hoffe, dass er in Zukunft junge und fair spielende Fußballer einsetzt. Sebastian Deisler zum Beispiel ist nett, der hat sich gut in die Mannschaft eingefügt. Auch Mehmet Scholl ist sehr freundlich. So einen sehe ich lieber als Carsten Jancker. Der ist mir zu frech.

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