Sport : Meine Elf: Profis statt Lichtgestalten

Rudi Völler kann nicht alles wissen. Deshalb wird ihm jeden Freitag erzählt, wer eigentlich in seiner Mannschaft spielen müsste. Der Bundestrainer diesmal: Michael Kraske, 28, Journalistenschüler, Leipzig.

Alle Stolperfüße müssen sofort raus aus der Nationalmannschaft. Als Erste: Didi Hamann und Carsten Ramelow. Hamann läuft noch steifer als früher Manni Kaltz und kann noch nicht mal dessen Bananenflanken. Der Bundestrainer muss die Techniker und Künstler fördern, und mit Michael Ballack hat die Nationalmannschaft wieder einen echten Spielmacher. Der spielt wunderbare lange Pässe, hat Überblick und kann eine Mannschaft lenken. Deutschland hat leider ein Problem mit diesen Spielern. Die werden als Weicheier abgetan, wie der eigentlich geniale Andreas Möller. Im Ausland werden solche Spieler verehrt, die Franzosen haben mit Zauberfußball die Weltmeisterschaft gewonnen, und nicht mit den deutschen Tugenden. In Deutschland gilt ja nur als guter Fußball, was nicht schön aussieht. Völler und Skibbe sind die Richtigen bis zum nächsten Turnier. Danach muss aber der beste Trainer Deutschlands ran: Ottmar Hitzfeld. Zurzeit wird im deutschen Fußball gemacht, was Franz Beckenbauer sich ausdenkt. Dummerweise ist das morgens was anderes als abends. Wir brauchen keine Lichtgestalten, sondern die besten Profis.

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