Sport : Meister als Wundertüte

Die Eisbären empfangen in der DEL Wolfsburg.

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Berlin - „Hauptsache, wir gewinnen. Egal wie“, sagt Laurin Braun und lässt keinen Zweifel daran, was die Vorgabe bei den Eisbären Berlin für das Heimspiel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) am Freitag (19.30 Uhr, Arena am Ostbahnhof) gegen den Tabellendritten EHC Wolfsburg ist. Und die Berliner wissen auch schon, wie sie das anstellen wollen: „Wir müssen von der ersten Sekunde an da sein“, sagt der Stürmer. Bei der 1:4-Niederlage in Nürnberg am vergangenen Sonntag gerieten die Eisbären bereits nach zehn Sekunden in Rückstand. Ein solcher Fehlstart soll sich gegen Wolfsburg nicht wiederholen.

Trainer Jeff Tomlinson erwartet vor allem eine andere Einstellung seiner Spieler. „In Nürnberg sind wir oft nur auf dem Eis herumspaziert.“ Gegen Wolfsburg müsse sein Team konzentrierter spielen, zumal der Gegner kaum Fehler mache: „Die haben sich in der DEL bisher die wenigsten Scheibenverluste erlaubt“, weiß Tomlinson. Am Donnerstag wurden im Training viele Einzelübungen durchgeführt. Im Mittelpunkt stand dabei immer wieder das Defensivverhalten.

Doch bei den beiden Auswärtsniederlagen zuletzt hakte es auch in der Offensive. Den Eisbären gelang in zwei Spielen nur ein Treffer. Davon war auch Tomlinson überrascht, der eigentlich davon ausgeht, dass seine Spieler immer ihre Tore machen. Doch die Eisbären sind momentan eine Art Wundertüte. Auf gute Leistungen zum Auftakt folgten eine Woche später dürftige. Und diesmal? „Wenn wir in der Tabelle klettern wollen, müssen wir gegen Wolfsburg gewinnen.“ Die Art und Weise dürfte ihm dabei diesmal nicht ganz so wichtig sein. Jörg Leopold

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