MEISTER AUS BERLIN : Im Wasser noch eine Macht

Meister mit Spandau:
Meister mit Spandau:Foto: SNAPS GmbH

„Zweite Liga“, „Play-off- Aus“ – aus Berliner Sicht verlief das Sportjahr eher trist. Dabei gibt es jenseits von Hertha, Eisbären, Alba und dem SCC einige Teams in der Stadt, die in ihren Sportarten zu den Besten zählen. So zum Beispiel die Wasserballer von Spandau 04, die gestern mit einem 16:4 in Würzburg in die Play-offs starteten. Welcher amtierende Deutsche Meister ebenfalls aus Berlin kommt, können Sie hier lesen.

Berlin Adler, American Football

Von wegen harte Männer. Bei den Football-Spielern der Berlin Adler hat unter anderem eine Frau das Sagen. Gitta Friedrich ist Vizepräsidentin beim German-Bowl-Gewinner. „Ich bin da irgendwie reingerutscht“, sagt Frau Friedrich, die am Anfang eigentlich nur ihren Söhnen Oliver und Tim beim Footballspielen zuschauen wollte.

Wasserfreunde

Spandau 04, Wasserball

Seit 1979 haben die Spandauer Wasserballer nur zwei Mal die deutsche Meisterschaft verpasst. Bei so vielen Titeln kann schon mal Langeweile aufkommen. „Für eine andere Mannschaft wäre es emotional sicher stärker, Meister zu werden“, glaubt Spandaus Manager Peter Röhle. In dieser Saison sind die Spandauer erneut haushoher Favorit.

SD Croatia, Futsal

Wie man schnell, trickreich und unterhaltsam mit dem Ball umgeht und dazu noch viele Tore schießt, hätten sich die Fußballer von Hertha BSC bei den Futsal-Kickern von SD Croatia abgucken können. Im März gewann die Mannschaft durch einen 9:5-Sieg über Yasar Hamburg den Futsal-Cup, den der DFB für diese Hallenfußballvariante vergibt.

Kajak-Club Nord-West,

Kanupolo

„Bei uns gibt es kein Söldnertum“, sagt Spielertrainer Holger Diedrich vom amtierenden deutschen Kanupolo-Meister. Diedrich schwärmt vom Teamgeist unter den „positiv Verrückten“: Da kommt es schon vor, dass ein neues Vereinslied selbst geschrieben und gemeinschaftlich gesungen wird. Ein Drittel des Teams heißt Diedrich: Außer Holger flitzen auch seine Brüder Henning und Hanjo im Kajak durchs Wasser. Nicht nur die Männer wurden Meister, auch das Frauenteam erkämpfte mit Paddel, Helm und Schwimmweste den Titel – nur ein Jahr nach dem Aufstieg.

Hertha BSC, Boxen

Schlagzeilen sind bei Hertha nicht exklusiv den Fußballern vorbehalten. Auch die Boxer machten in den vergangenen Monaten von sich reden – im Gegensatz zu ihren kickenden Kollegen waren sie sportlich extrem erfolgreich. Gerade erst durften sich die Boxer über den Meistertitel in der Amateur-Bundesliga freuen. Dass dieser ihnen nach viel Hickhack am grünen Tisch zugesprochen wurde – egal.

OSC Eisladies,

Eishockey

Was den Eisbären verwehrt war, haben die Eisladies geschafft: Sie verteidigten ihren Titel erfolgreich. Gezittert werden musste nicht, das Team sicherte sich schon frühzeitig die Meisterschaft. Nur eines von zwölf Spielen in der Meisterrunde ging verloren. Für die Eisladies war es der vierte Titel seit 2006. Helen Ruwald/Sebastian Stier

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