Sport : Meister im Abseits

Die Eisbären verlieren 3:4 in Iserlohn und bangen um die Play-off-Teilnahme

Michael Topp

Iserlohn - Über mangelnde Unterstützung der eigenen Anhänger können sich die Eisbären im Endspurt der Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nicht beklagen. Mehr als 600 Berliner Fans waren gestern unter den 4000 Zuschauern in der Halle am Iserlohner Seilersee. Offensichtlich half deren Präsenz den Eisbären aber nicht, sie verloren 3:4 (1:0, 2:3, 0:1) bei den Iserlohn Roosters und damit zum vierten Mal hintereinander.

Der Auftritt in Iserlohn war der erste von Ian Moran in der DEL. Natürlich hatte der in dieser Saison nicht immer überzeugende Deutsche Meister Hoffnungen mit dem Debüt des US-Amerikaners verknüpft. Der Verteidiger aus der National Hockey-League machte seine Sache ordentlich. Moran war physisch präsent, spielte in Unter- und Überzahl. Auffälliger war aber sein Landsmann Deron Quint, dem kurz vor der ersten Pause das 1:0 für die Eisbären gelang. Das zweite Drittel begann mit einer Kuriosität: Zunächst fälschte Jens Baxmann einen Schuss des Iserlohners Jens Karlsson unhaltbar für Torwart Youri Ziffzer ins Berliner Tor ab. Sein Eigentor machte Baxmann nur 17 Sekunden später wieder gut – indem er das 2:1 für die Eisbären schoss, nach Vorlage von Moran. Nach Sven Felskis Tor zum 3:1 sprach alles für die Berliner, doch Martin Schymainski traf zum 2:3 und Brad Tiley gelang im Powerplay der Ausgleich. Die Entscheidung fiel im letzten Drittel: Karlsson traf neun Minuten vor Ende nach einer Einzelleistung zum 4:3 für Iserlohn. Die Eisbären waren danach zu unkonzentriert. Pierre Pagé sah es auch so. „Die Fehler, die wir momentan machen, sind einfach zu gravierend“, sagte der Trainer der Eisbären.

Die Berliner erlitten gestern einen Rückschlag im Kampf um Platz sechs und die direkte Qualifikation für die Play-offs, zumal Hannover in der Tabelle an den Berlinern vorbeizog und Hamburg klar 7:2 in Düsseldorf siegte. Die Freezers kommen am Freitag als Tabellensechster ins Sportforum – ein richtungsweisendes Spiel für die Eisbären.

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