Sport : Meister weiter in der Krise: Eisbären verlieren in Ingolstadt

Robert Senner

Ingolstadt - Die Erwartungen vor der Reise nach Ingolstadt waren bei den Eisbären groß. Denn der Meister trat nach der Pause in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) mit neuen Kräften beim Tabellenzweiten ERC Ingolstadt an: Der 23 Jahre alte Kyle Wharton gab sein DEL-Debüt, sein zurückgekehrter kanadischer Landsmann Denis Pederson kam zum Saisoneinstand für die Berliner. Doch die Verstärkungen konnten den Eisbären noch nicht die erhofften Impulse geben. Als 4259 Zuschauer in der Saturn-Arena die Schlusssirene hörten, hatten die Berliner 1:4 (0:2, 1:1, 0:1) verloren.

Fast hätte eine Kombination von Angreifer Pederson und Wharton im ersten Drittel zum 1:0 der Eisbären geführt. Doch der Verteidiger schoss am Tor vorbei. Pederson, als Center in einer Reihe mit Stefan Ustorf und Steve Walker, zeigte zwar Einsatz, doch war ihm sein physischer Rückstand noch anzumerken. Der Kanadier ist erst seit sechs Tagen wieder im Training. Ab dem zweiten Drittel spielten die neuen Eisbären-Profis unauffällig wie der Rest ihres Teams, aber da führte Ingolstadt schon nach Toren durch Rob Valicevic und Lukas Slavetinski 2:0. Im Mittelabschnitt erhöhte Jason Holland auf 3:0 für die Bayern, bevor Kelly Fairchild kurz vor der zweiten Pause ein Stochertor für die verunsicherten Eisbären gelang. Eine Chance zum Anschluss hatten sie zwar noch, sogar durch Pederson – doch der vergab. Valicevic hingegen traf zum 4:1 für Ingolstadt.

Die Berliner sind auch nach der Pause noch nicht aus ihrer Krise entlassen. Mit der Niederlage rutschten sie auf Tabellenplatz elf ab, was ihren Trainer ärgerte. Pierre Pagé sagte: „Die neuen Spieler verstehen unser Spielsystem nicht, das muss sich schnell ändern.“

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben