Sport : Meistertitel fast, Makaay ganz sicher Bayerns Angreifer verlängert bis 2008

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Mainz - Es gab unterschiedliche Meinungen nach dem Spiel des FC Bayern. Da war zum Beispiel Trainer Felix Magath, der lobende Worte fand für die Moral seines Teams. Weniger freundlich fiel allerdings nach dem 2:2 beim Abstiegskandidaten Mainz das Fazit des Bayern-Managers Uli Hoeneß aus. „Einige Leistungsträger spielen nicht an ihrer Leistungsgrenze“, schimpfte er. „das ist kein Jo-Jo, so geht es nicht.“ Trotzdem müssen die Münchnern nicht mehr um den 20. Meistertitel bangen. Bereits am nächsten Bundesligaspieltag kann die Mannschaft vor heimischer Kulisse gegen den VfB Stuttgart den Titel gewinnen – falls der Hamburger SV nicht ebenfalls gewinnt. „Es kann sein, dass es klappt, es kann aber auch sein, dass wir bis zum letzten Spieltag brauchen“, sagte Kapitän Oliver Kahn.

„Wir wollen jetzt die nächsten Schritte unternehmen, um das Double zu schaffen“, sagte Torjäger Roy Makaay. Der Holländer schoss sich mit seinen zwei Treffern den Frust der Nichtberücksichtigung für den vorläufigen niederländischen WM-Kader von der Seele. „Das Thema ist abgehakt“, sagte Makaay. Er hatte gestern Erfreulicheres zu berichten. Er freute sich über die vorzeitige Verlängerung seines Vertrag um ein Jahr bis 2008 beim FC Bayern. „Ich fühle mich sehr wohl hier und habe immer betont, dass ich gerne länger bleiben würde“, sagte Makaay nach dem Bayern-Training. Sechs Tage vor dem Finale um den DFB-Pokal an diesem Samstag im Berliner Olympiastadion wirkten die Bayern in Mainz sehr verhalten. Auch die Führung der Mainzer änderte nur wenig an den arrogant anmutenden Auftritten der Münchner. „Nach ein paar Minuten hatte Oliver Kahn den ersten Ball und gleich danach den zweiten drin, das darf einer Mannschaft mit unseren Ansprüchen nicht passieren“, sagte Makaay. Der überragende Ägypter Mohamed Zidan und Nationalmannschaftskandidat Manuel Friedrich hatten die Tore geschossen.

Einer der Gründe für den sorglosen Auftritt sei die WM, sagt Hoeneß. „Wir haben 14 Spieler, die bei der WM dabei sind, das haben sie im Hinterkopf“, sagte der Manager. Er glaubte, dass das mäßige Spiel für das Pokalfinale sogar förderlich sein kann. „Wenn wir 3:0 gewonnen hätten, wäre es in Berlin schwerer geworden“, sagte Hoeneß. Womöglich, weil sein Team jetzt wieder weiß, dass man sich für Siege auch anstrengen muss.dpa

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