Metzelder-Verpflichtung : Magath vertraut Magath

Magath weiß, was er will. Und welcher Spieler ihm dabei helfen kann, seine Vorstellungen und Ziele zu verwirklichen. Lars Spannagel über Schalkes Verpflichtung von Christoph Metzelder.

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Felix Magath hat es getan. Er hat zwei Wörter in einem Satz benutzt, die eigentlich unvereinbar schienen: „Metzelder“ und „Zukunft“. In seiner Eigenschaft als Schalkes Manager hat Magath gestern nicht nur einen Spieler verpflichtet, der bereits als Sportinvalide abgestempelt war. Er plant in seiner Eigenschaft als Schalkes Trainer auch, Christoph Metzelder zu einem Pfeiler seiner Mannschaft in der kommenden Champions-League-Saison zu machen – und sieht in dem 29-jährigen Alt-Internationalen sogar einen „zukünftigen Nationalspieler“. Der Transfer beweist: Es gibt nichts, was Felix Magath Felix Magath nicht zutraut.

Es ist ihm egal, dass Christoph Metzelder seit Jahren nie über einen längeren Zeitraum gesund gewesen ist. Genauso wie es ihm egal war, dass ein Stürmer namens Edu in Bochum und Mainz mehr oder weniger gescheitert war und sein Dasein bei den Suwon Blue Wings in der koreanischen K-League fristete. Magath holte Edu ebenso zu Schalke wie den vorher nahezu unbekannten Chinesen Junmin Hao. Das hoch gelobte Talent Lewis Holtby – vor der Saison für rund drei Millionen Euro verpflichtet – schob der Trainer hingegen zum VfL Bochum ab.

Magath weiß, was er will. Und welcher Spieler ihm dabei helfen kann, seine Vorstellungen und Ziele zu verwirklichen. Es ist ihm egal, ob ein Fußballer jung, alt, billig, teuer oder dauerverletzt ist. Im Fall Metzelder nimmt er sogar den Unmut der eigenen Fans in Kauf, die den ehemaligen Dortmunder nur widerwillig ins Herz schließen werden. Für Magath aber zählt nur das eigene Urteil. Bisher hat er sich selbst nur selten enttäuscht.

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