Sport : Meuselwitz statt Bayern

Trainer Eduard Geyer über seinen Start in Liga vier

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Herr Geyer, sind Sie zufrieden mit Ihrem Einstand beim FC Sachsen Leipzig in der vierten Liga?

Ich bin im höchsten Maße unzufrieden. Wir hatten zwar mehr Ballkontakte, doch einige spielten beim 0:0 derart unter der Gürtellinie, dass sie selbst Tormöglichkeiten aus dem Strafraum heraus weggelassen haben.

Der Gegner hieß Dresden-Nord, künftig geht es in der NOFV-Oberliga Süd gegen Meuselwitz, Eilenburg oder Auerbach. Warum tun Sie sich das an?

Auerbach und Leipzig spielen sicherlich in derselben Liga. Aber es ist ein Riesenunterschied, ob ich in Auerbach oder in Leipzig tätig bin.

Welche Vorzüge hat der FC Sachsen?

Durch die Unterstützung von Filmrechtehändler Michael Kölmel besitzt er die Riesenchance, noch einmal den Profifußball anzustreben. Mir wäre es peinlich, wenn wir dieses Geld verbrennen würden. Mein Vertrag läuft bis 2008. Wenn mir der Aufstieg in dieser Saison nicht gelingen sollte, höre ich früher auf.

Eigentlich sind Sie im Sommer in Leipzig als Sportdirektor angetreten. Wieso kam es nun doch anders?

Nach dem schlechten Saisonstart hat mich die Vereinsführung weich geklopft. Doch der Verein wusste nicht, wen er als Trainer holen sollte. Und da ich einer bin, fiel die Wahl auf mich.

Kurioserweise ist Ihr Vorgänger Hans-Jörg Leitzke nun Ihr Kotrainer.

Hier im Verein ist vieles ein wenig anders. Ich habe den Hans-Jörg als Trainer ja auch nicht abgeschossen.

Sie haben Energie Cottbus im Profifußball etabliert. Ist das auch mit dem FC Sachsen möglich?

Wenn man das Gleiche tut, muss nicht dasselbe Ergebnis herauskommen. Aber immerhin hat Leipzig eine größere Fußballtradition, ein tolles Stadion und bessere Trainingsbedingungen als Cottbus.

Das Gespräch führte Matthias Koch

Eduard Geyer , 62, war letzter DDR-Auswahltrainer. Von 1994 bis 2004 trainierte er Energie Cottbus und führte den Klub in die Bundesliga. Seit dem Sommer arbeitet er bei Sachsen Leipzig.

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