• Mexiko gewinnt das Finale mit 4:3 gegen den ersatzgeschwächten Vizeweltmeister Brasilien

Sport : Mexiko gewinnt das Finale mit 4:3 gegen den ersatzgeschwächten Vizeweltmeister Brasilien

Esteban Monreal

Außenseiter Mexiko hat Brasiliens Fußball-Magier im Finale des Konföderationen-Cups entzaubert. Der Gastgeber gewann vor 115 000 begeisterten Zuschauern im Azteken-Stadion von Mexiko-Stadt mit 4:3 (2:1) gegen den Vizeweltmeister und Cupverteidiger, der zuvor mit vier Siegen und 15:2 Toren - darunter einem 4:0 gegen den Europameister Deutschland - trotz des Fehlens zahlreicher Stars wie Ronaldo, Rivaldo, Amoroso und Roberto Carlos ins Endspiel gestürmt war.

"Der mexikanische Sieg war verdient. Sie haben unsere Fehler eiskalt ausgenutzt. Aus dieser Niederlage werden viele meiner jungen Spieler lernen. Sie sind aber auf dem richtigen Weg", resümierte der brasilianische Nationalcoach Wanderley Luxemburgo, der auch im Duell mit den Mexikanern den beiden Leverkusenern Emerson und Ze Roberto vertraute. Der letztgenannte Spieler stellte den Endstand (63.) in dem furiosen Finale her, in dem beide Teams tollen Offensiv-Fußball boten.

Die Mexikaner waren von Anfang an spielbestimmend. Miguel Zepeda (13.) und der mexikanische Meisterschafts-Torschützenkönig Jose Manuel Abundis (28.) schossen einen 2:0-Vorsprung heraus. Serginho sorgte mit einem umstrittenen Foulelfmeter (44.) für das Anschlusstor der Luxemburgo-Schützlinge. Als Roni (47.) zu Beginn der zweiten Halbzeit gar den 2:2-Ausgleich erzielte, schien sich eine Wende anzudeuten.

Doch die Mexikaner, die im Halbfinale der Copa America vor einigen Wochen in Paraguay gegen Brasilien noch 0:2 verloren hatten, ließen sich nicht schocken. Erneut Zepeda (51.) und Goalgetter Cuauhtemoc Blanco (62.), der seinen sechsten Turniertreffer erzielte, stellten den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Mexikos WM-Star Blanco düpierte bei seinem Treffer die brasilianische Abwehr mit einem technischen Kabinettstückchen. Mehr als Ergebniskosmetik durch Ze Roberto schaffte der Südamerikameister nicht mehr.

"Ich habe es schon vorher gesagt: Der Cup bleibt in Mexiko. Wir haben sehr offensiv und von Anfang an auf Sieg gespielt. Wir werden nun groß feiern, denn wir haben einen großartigen Gegner geschlagen", kommentierte ein freudestrahlender mexikanischer Nationalcoach Manuel Lapuente überschwänglich, dessen Team einen der größten internationalen Erfolge seit dem Einzug des damaligen Gastgebers ins WM-Viertelfinale gegen Deutschland 1986 feierte. Die Mexikaner konnten Brasiliens Jungstar Ronaldinho, der zuvor sechs Mal im Turnierverlauf erfolgreich gewesen war, weitestgehend ausschalten.

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