Sport : MiB bringt Grundschüler in Bewegung

Alle Bälle fliegen hoch. Berliner Grundschüler in Aktion. Foto: promo
Alle Bälle fliegen hoch. Berliner Grundschüler in Aktion. Foto: promo

Man könnte es einen Start-Ziel-Sieg nennen, was der Berliner Verein Menschen in Bewegung (MiB) hingelegt hat. 2009 hat er sein Projekt „Bewegungsförderung für Grundschüler“ ins Leben gerufen. Ein Jahr später ist MiB dafür schon mit einem ersten Preis ausgezeichnet worden, beim Innovationswettbewerb des Berliner Sports in der Vereinskategorie bis 200 Mitglieder.

Mit seinem Projekt hat der Klub einen besonderen Punkt getroffen. Seit Jahren attestiert eine Studie nach der nächsten Grundschülern ein abnehmendes körperliches Leistungsvermögen und zunehmende motorische Defizite. Also am besten früh anfangen. In der Kita oder eben in der Grundschule. Aber auch nicht irgendwie. Es gibt schließlich genauso Studien, die aussagen, dass eine frühe sportliche Spezialisierung schadet. Wer sich früh auf eine Disziplin festlegt, hört auch früher wieder auf. Eine lebenslange Sportbiographie kommt so jedenfalls nicht zustande.

Dem Verein MiB geht es daher um ein gesundheitsorientiertes Bewegungsangebot. Sport bot der Verein zunächst als Präventionskurs in den Schulen an, im Anschluss daran als Vereinsangebot. Der Verein verfügt auch über das Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“. Vor allem in Spandau und Reinickendorf hat MiB schon Kooperationen mit Grundschulen geschlossen und bringt dort Kinder in Bewegung. Jetzt hat sich der Verein auch vorgenommen, Dritt- bis Sechstklässler und Oberschüler zu erreichen. Der Preis wird dabei sicher motivieren.

„Mit dem Projekt wird einerseits deutlich, dass die Nachfrage für Bewegungsangebote für Schulanfänger groß ist“, sagte Gabriele Wrede, die Vizepräsidentin des Landessportbunds, „andererseits zeigt es, dass Kooperationen zwischen Schule und Verein eine große Chance für den organisierten Sport darstellt – wie es auch der enorme Mitgliederzuwachs verdeutlicht.“

Ohne Kooperation mit Schulen werden es viele Sportvereine künftig schwer haben. Auch LSB-Präsident Klaus Böger sagt: „Es muss uns gelingen, Vereine mit ihren Übungsleitern in den Schulbetrieb zu bringen, sonst sehe ich für die Zukunft schwarz.“ Die besten Chancen sieht Böger eigentlich für die großen Mehrspartenvereine, denn sie haben genügend Übungsleiter und Organisation, um an die Schulen zu gehen. MiB zeigt nun, dass auch kleinere Vereine diese Chance nutzen können. Tsp

Infos: www.menschen-in-bewegung.net

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben