Sport : Michael Ballack soll bei den nächsten Länderspielen fehlen

Berlin - Joachim Löw kann Zeit gewinnen. Am heutigen Freitag beruft der Bundestrainer seinen Kader für die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Belgien und Aserbaidschan. Und es verdichten sich die Hinweise, dass Löw tatsächlich bei den Spielen in der kommenden Woche noch auf seinen lange verletzten Kapitän Michael Ballack verzichtet. Löw selbst wollte sich gestern nicht äußern, der „Kicker“ meldete dagegen bereits einen Verzicht. Sollte das stimmen, hätte Löw noch bis zum 8. Oktober Zeit, den DFB-Kapitän zu benennen. Dann spielt das Team in Berlin gegen die Türkei. Der mediale Druck, die schwelende Frage zu klären, nimmt allerdings von Tag zu Tag zu.

Michael Ballack hatte am vergangenen Wochenende zwar in der Bundesliga unter Beobachtung von Löw 90 Minuten für Bayer Leverkusen gespielt, sein Trainer Jupp Heynckes verzichtete aber am Donnerstag auf den 33-Jährigen in der Europa League. Es tue ihm gut, zu regenerieren, ließ Heynckes wissen. Gefallen hat das Ballack, der ausdrücklich im Klub und auch in der Nationalmannschaft spielen will, nicht. Löw vielleicht schon.

Mit seinem Willen nach Präsenz zeigt Ballack seinen Anspruch auf das Kapitänsamt. Das möchte aber der bei der WM eingesprungene Philipp Lahm behalten, wie er gestern bekräftigte. Mannschaftskollege Bastian Schweinsteiger sprach sich erneut für Ballack aus. „Er hat viel für die Nationalelf geleistet, und wäre er nicht verletzt gewesen, gäbe es diese Debatte gar nicht“, sagte Schweinsteiger der „SZ“. Eigene Ambitionen verneinte Schweinsteiger. Immerhin das wäre geklärt. klapp

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