Sport : Michael Ballack

Wie der Münchner das Spiel in Stuttgart erlebte

Oliver Trust

Viel wurde berichet über Michael Ballack, den Rückkehrer. Am 5. November hatte er beim 3:1 über Werder Bremen das letzte Mal im Trikot des FC Bayern München gespielt. Zwischen diesem Einsatz und dem gestrigen Spiel ging es zumeist um seinen Wechsel oder seinen Verbleib bei den Bayern. Nun also endlich wieder der spielende Ballack: Nach 90 Minuten im Gottlieb-Daimler-Stadion in Stuttgart zog er gestern die Schultern hoch. „Ich war zufrieden, dass ich durchgehalten habe.“ Sein Trainer Felix Magath nennt ihn später „unseren gefährlichsten Spieler, er hat am meisten auf das Stuttgarter Tor gezielt“. Das war nicht unbedingt ein überbordendes Kompliment nach diesem torlosen Samstagnachmittag.

Ballack zeigt ein ordentliches, aber durchschnittliches Spiel. Achte Minute: Er grätscht Daniel Ljuboja um und hat Glück, dass er nicht die Gelbe Karte sieht. Zehnte Minute: Er spielt einen Fehlpass. Zwölfte Minute: Ein Pass kommt an. Eine Viertelstunde später greift er wirklich an und schießt aus 17 Metern. Flach, aber zu schwach, um Timo Hildebrand zu gefährden. Kurz vor der Pause läuft er ins Abseits. In der zweiten Hälfte muss Ballack per Kopf sogar im eigenen Strafraum retten. Er musste zurückziehen, weil die Bayern nach Deislers Platzverweis nur noch zu zehnt auf dem Platz stehen. Insgesamt ist er eher Anspielstation als Regisseur. Aber das konnte wohl auch keiner erwarten nach seinen Verletzungen. „Ich werde jetzt Stück für Stück weitermachen“, sagte Ballack.

Immerhin zeigte er sich nach dem Spiel umsichtig. „Vielleicht haben wir uns etwas zu schnell mit dem Unentschieden zufrieden gegeben“, sagte Ballack. Er kritisierte sogar sein Team. „Wir hatten zu viele Abspielfehler und Ballverluste im Spiel.“ Dann kamen die Fragen nach seiner Zukunft, und Ballack schüttelte den Kopf. „Dass ich schon bei Real Madrid unterschrieben habe, davon weiß ich nichts“, sagte er. Er weiß, dass er erst einmal wieder beim FC Bayern Fuß fassen muss.

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