Sport : Michael Meier zieht es zurück zum 1. FC Köln

Felix Meininghaus

Köln - Der Dezember 2005 könnte der Wendepunkt im Leben des Michael Meier sein: Zuerst wurde Meiers dritte Tochter Antonia Katharina geboren, und nun deutet alles darauf hin, als habe der bei Borussia Dortmund in Ungnade gefallene Fußball-Manager eine neue berufliche Herausforderung. Es verdichten sich die Zeichen, dass Meier beim abstiegsgefährdeten Bundesligisten 1. FC Köln die Nachfolge von Andreas Rettig antritt.

Es wäre keine leichte Aufgabe. Manager Rettig hat nach der 2:3-Niederlage in Bielefeld überstürzt den Rückzug angetreten, am Tag darauf beurlaubte der Tabellensechzehnte Trainer Uwe Rapolder. Nun sucht Präsident Wolfgang Overath erst einen Manager, um dann mit dessen Hilfe einen neuen Trainer zu verpflichten. Vizepräsident Jürgen Glowacz sagt in der Dienstag-Ausgabe des „Express“ über Meier: „Er steht auf unserer Liste der Kandidaten.“ Overath wurde gestern Mittag konkreter: Der Weltmeister von 1974 bestätigte Verhandlungen.

Aus dem Kreis der Kandidaten hat sich inzwischen Rolf Rüssmann, ehemals Manager in Mönchengladbach und Stuttgart, verabschiedet. Kurzzeitig, so hieß es in Köln, sei sogar mit dem Gedanken gespielt worden, den Düsseldorfer Michael Preetz, derzeit Assistent der Geschäftsführung bei Hertha BSC, zurück ins Rheinland zu holen. Doch offenbar ist Meier der ernsthafteste Kandidat. Er war als Berufseinsteiger bereits von 1981 bis 1987 in Köln tätig und hat seit dieser Zeit eine, wie er sagt, „platonische Liebe zum FC und zum Rheinland“ entwickelt. Seine erfolgreichste und am Ende schwerste Zeit erlebte der Diplom-Kaufmann in Dortmund, wo er ab 1989 tätig war. 120 Millionen Euro Schulden führten schließlich dazu, dass er dort aufhören musste.

Seine erste Aufgabe in Köln wäre es, einen neuen Trainer zu finden. Als Anwärter gelten Klaus Toppmöller und Jörg Berger. Auch die Variante mit Matthias Sammer hätte Charme. Meier hat als BVB-Manager lange Zeit mit Sammer zusammengearbeitet.

0 Kommentare

Neuester Kommentar