Sport : Mike Hanke

Wie der Schalker das Spiel in Stuttgart erlebte

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Warum sollte ausgerechnet ihm gelingen, was keinem in seiner Mannschaft gelingt. Auch Mike Hanke liefert keine Leistung ab, die besonders viel Applaus verdient hätte. In Hälfte eins taucht er nur ein einziges Mal gefährlich vor dem Stuttgarter Tor auf. Doch in der siebten Minute ist Fernando Meira einen Schritt schneller und klärt vor dem U21-Nationalspieler aus Gelsenkirchen. Dann gehört der Rasen anderen. Hanke habe unter den Schlagzeilen der Medien zu leiden gehabt, wird Schalkes Manager Rudi Assauer später sagen. Hanke sei noch nicht so weit, aber die Zeitungen bräuchten ja immer einen, den sie hochjubeln und dann fallen lassen könnten. Wir brauchen keinen Kuranyi, wir haben Hanke, soll eben dieser selbstbewusste Hanke vor dem Spiel zum angeblichen Interesse seines Klubs am Stuttgarter Stürmer gesagt haben.

Nach dem Spiel sagt Mike Hanke nicht viel. Außer, dass er sich seine heutige Leistung nicht erklären könne. Vielleicht so: „Immer wenn ich unbedingt muss, klappt es nicht.“ Das ändert sich auch in Hälfte zwei nicht. Hankes beste Chance trägt sich in der 59. Minute zu, als er den Ball mit hohem Tempo knapp am Tor vorbei schießt. Sechzig Sekunden später leitet Hanke einen Angriff weiter auf Ailton. Als noch 25 Minuten zu spielen sind, geht Hanke gleich zweimal als Verlierer aus einem Duell gegen Nationalverteidiger Andreas Hinkel. Erst in der Luft, dann am Boden. Hanke zieht resignierend die Schultern hoch.

Die Quote des Schalker Angriffs bessert sich nicht, als Hanke und Ailton von Altintop Unterstützung bekommen. Hanke geht jetzt weite Wege und zieht sich oft aus dem Angriffszentrum weit in die eigene Hälfte zurück. Er kämpft und müht sich. Aber am Ende trottet Hanke so frustriert in die Kabine wie seine Kollegen. „Dann mache ich eben im nächsten Spiel mein Tor“, sagt er und verschwindet im Mannschaftsbus. tru

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