Sport : Mit 60 Millionen Mark im Etat kann Bremen gut einkaufen

Auch mit den Millionen-Einnahmen aus dem Europapokalgeschäft wird die Führungsetage des SV Werder Bremen nicht leichtsinnig. Klubchef Jürgen L. Born bleibt ganz hanseatischer Kaufmann: "Wir geben nur das wieder aus, was wir auch eingenommen haben." So sind auch für die kommende Saison keine Spielereinkäufe in zweistelliger Millionenhöhe geplant. "Das lässt sich in Bremen kaum durchsetzen. Dazu fehlen uns immer noch die finanziellen Möglichkeiten", begründete der Vorstandsvorsitzende seinen Sparkurs.

Der Bundesligaverein gehört jedoch in der Beletage des Fußballs nicht zu den armen Klubs. Auch ohne einen Gang an die Börse - Born lehnt ihn vorläufig noch ab - steht den Hanseaten ein Etat von rund 60 Millionen Mark zur Verfügung. Für den Einzug ins Viertelfinale im Uefa-Cup-Wettbewerb gegen den FC Arsenal London kassierte der DFB- Pokalsieger rund fünf Millionen Mark.

Sportdirektor Klaus Allofs bastelt mit Cheftrainer Thomas Schaaf bereits seit einiger Zeit an der Zukunft. "Die Mannschaft muss weiter verstärkt werden. Zwei herausragende Profis werden wir uns leisten können", meinte am Donnerstag der Ex-Nationalspieler. Besonders für die Abwehr ist Handlungsbedarf angesagt. Der Brasilianer Julio Cesar wird wegen einer Knieverletzung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr spielen können. Der 36 Jahre alte Innenverteidiger kuriert in der Nähe von Rio de Janeiro einen Knorpelschaden aus. "Er wird wieder für uns spielen", versicherten Allofs und Schaaf. Mit dieser Meinung stehen die beiden jedoch alleine da. "Es wird kein Comeback von Julio geben", glauben die Werder-Spieler Frank Rost und Torsten Frings.

Das Vertrauen, das Schaaf den jungen Spieler Razundara Tjikuzu, Christoph Dabrowski, Frings und Raphael Wicky schenkte, zahlte sich aus. Mit den Einkäufen von Frank Baumann und Claudio Pizarro landeten die Bremer Volltreffer. Das Sextett soll zusammen mit dem Brasilianer Ailton langfristig an den Verein gebunden werden. Besonders Pizarro und Ailton haben das Interesse zahlreicher Spielervermittler geweckt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben