Mit 64:72 : Alba verliert im Eurocup in Treviso

Am Ende hörten die Berliner die Glocken läuten. Auf selbige habe man bei Pallacanestro Treviso meist bekommen, hatte Geschäftsführer Marco Baldi vor dem Auftaktspiel in der Eurocup-Zwischenrunde gesagt.

Da ging zu wenig. Taylor und Schaffartzik.
Da ging zu wenig. Taylor und Schaffartzik.Foto: dpa

Am Ende hörten die Berliner die Glocken läuten. Auf selbige habe man bei Pallacanestro Treviso meist bekommen, hatte Geschäftsführer Marco Baldi vor dem Auftakt in der Eurocup-Zwischenrunde gesagt. Das war diesmal nicht anders: 64:72 (31:44) verlor Alba nach einer schwachen ersten Halbzeit und einer zeitweisen Steigerung in der zweiten.

Dabei hatte sich Alba nach einer Zwangspause, weil die Spieluhr zickte, eine 12:4-Führung herausgespielt. Doch Treviso antwortete mit 18:1 Punkten. Bei den Berliner lief überhaupt nichts zusammen. In der Offensive fand praktisch kein Spiel unter dem Korb statt, der Ball wurde schlecht bewegt, Spielzüge waren kaum erkennbar. Das Resultat waren Verzweiflungswürfe, die nicht saßen. Dazu kamen Schrittfehler und schlechte Freiwürfe. In der Defense waren die Lücken so groß, dass ein Monstertruck hätte hindurchfahren können. Eine Umstellung auf Zonenverteidigung half nur kurzzeitig: Alba kam mit einem 8:0-Lauf auf zwei Punkte heran, bevor sich Treviso wieder mit 9:1 Punkten absetzte. Mit einem 14-Punkte-Vorsprung der Gastgeber ging es in die Halbzeit. Hätte DaShaun Wood, der einst bei Treviso unter Vertrag stand, aber wegen einer Verletzung dort nicht spielte, keine zwölf Punkte in der ersten Halbzeit erzielt (18 insgesamt), es hätte noch schlimmer ausgesehen.

Aus der Pause kamen die Berliner mit guten Vorsätzen. In der Verteidigung waren sie enger am Mann. Im Angriff brachten sie den Ball schneller nach vorne, attackierten den Korb und suchten Körperkontakt. So kamen sie bis zum Beginn des vierten Viertels auf zwei Punkte heran. Vereinzelt waren unter den 2613 Zuschauern im Palaverde „Alba“-Rufe von der Handvoll mitgereisten Fans zu hören. Aber die schlechten Freiwürfe zeigten, wie verunsichert die Berliner Basketballer nach vier Niederlagen aus den vergangenen sechs Bundesligaspielen waren. Und beim personell runderneuerten Tabellenzwölften der italienischen Liga war nun zu erkennen, warum er vor zwei Siegen zuletzt fünfmal in Folge verloren hatte. Doch gelang es Treviso, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und mit überlegten Spielzügen das Spiel zu gewinnen. Alba hingegen vergab es mit hektischen Aktionen, den Fehlstart in die Zwischenrunde des Eurocups abzuwenden. (Tsp)

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